• 2013
  • 23.08.
  • 2013.23.08.

Stop and go

Freitag- und Sonnabendnacht ging es lang. Bis zwei Uhr in der Frühe konnten die Drescher der TZG Weizen ernten. Sonntag setzte am frühen Nachmittag Regen ein. Am Montag war keine Mahd möglich, gab TZG-Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch den Mähdrescherfahrern frei. Erst am Mittwochabend konnte wieder gedroschen werden, gut vier Stunden ging es in die Sommergerste. Die wurde dann am Donnerstag klargemacht: „Es ging sehr zügig. Ein Grund sind die dünnen Bestände gewesen, knapp 100 t Ertrag fehlen uns dieses Jahr. Hier hat das schwierige Frühjahr seine Spuren hinterlassen“, erklärt Grigutsch die 40 dt/ha Durchschnittsertrag.

 

Heute, am Freitagmittag, standen noch gut 180 ha Weizen. Bisher bewegt sich der Ertrag zwischen 55 und 60 dt/ha. „Das ist weniger als im Vorjahr, liegt aber bei uns, die wir beim Getreide durchschnittlich 63 Doppel ernten, im Rahmen.“ Gegen 13 Uhr dann Probedrusch: 14,3 % Feuchte. Es kann wieder losgehen. „Spät wird es mit Sicherheit nicht werden, es ist kein richtiges Druschwetter“, schätzte Dirk Grigutsch ein, dem der Wetterbericht aber ein gutes Wochenende vorhersagte.

 

Vorwärts ging es dafür aber bei der Saatbettbereitung und Rapsaussaat. Von den 300 ha, die der Anbauplan vorsieht, waren Freitag 150 ha im Boden. In der Woche war hier eine Case-Vorführmaschine mit automatischem Lenksystem im Einsatz: beim Grubbern, Drillen und Walzen. Ricardo, Azubi im dritten Jahr und derzeit „Drillmeister“ in Ernstroda, fand das Lenksystem klasse. „Man kann sich in der Tat mehr auf die Drille konzentrieren“, so seine Erfahrung. Nach dem Auflaufen wird man sehen, was es gebracht hat. Fünf Sorten Raps hat Dirk Grigutsch ausgewählt, die Liniensorten waren zuerst dran. „Saatgut habe ich in diesem Jahr knapp bestellt. Denn was übrig bleibt, kann ich im nächsten Jahr nicht mehr verwenden und müsste es dann als Sondermüll entsorgen.“ Grigutsch verweist auf das ab 2014 geltende EU-Verbot von neonicotinoiden Beizen, die laut EU-Kommission eine Gefahr für Bienen darstellen würden.

 

Begonnen hat die TZG mit ersten Pflanzenschutzmaßnahmen, etwa dem Streuen von Schneckenkorn. Bei der organischen Düngung komme man voran. Die anfallende Güllemenge korrespondiere gut mit den maximal 60 kg/ha N, die über die Gülle zu Raps ausgebracht werden dürfe. Sara Burkhardt, die stellvertretende Pflanzenbauchefin berichtet zudem, dass man dabei sei, ein 10 000 m³ Güllebecken komplett leerzufahren. Es sei reif für eine Durchsicht.

 

 

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