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  • 2014.12.05.

Schneller, dichter, konzentrierter

© Frank Hartmann

Die Ernte des ersten Aufwuchses der TZG läuft planmäßig.

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Keine zweieinhalb Tage dauerte es, da war das erste Silo in Ernstroda bereits gefüllt. „Wir haben in diesem Jahr einen Top-Start gehabt“, sagt Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch. Das motiviert natürlich. Große Flächen, gute Witterungsbedingungen und das bestens eingespielte Team holten allein am ersten Tag 800 t Originalsubstanz vom Grünland. Der Trockensubstanzgehalt lag mit 32 bis 35 % in dem Bereich, wo man ihn haben will. Trotz der im Lauf der Woche immer wieder aufgetretenen Regenschauer, konnte das Futterernteteam im Durchschnitt täglich 500 t ins Silo fahren. Zwei Zetter und ein Schwader sorgten dafür, dass der nagelneue Häcksler nach einem Regenguss rasch wieder ans Werk gehen konnte.

Höhere Leistung

„Der Jaguar ist aufgrund seiner höheren Leistung zwei bis drei km/h schneller als die alte Maschine“, so Grigutsch. Die Leistungssteigerung sei sichtbar; ein Plus von 10 bis 15 Prozent schätzt der TZG-Pflanzenbauleiter ein. Drei Abfahrer mit jeweils zwei Hängern sorgen für den Fluss in der Erntekette. „Ein viertes Gespann steht immer bereit, sollte es mal eng werden.“ Einmal musste es schon ran: Ein Hänger war im schwierigen Gelände umgekippt. „Der ist in dieser Woche aber schon wieder repariert.“

Walze bringt Punkte

Auf dem Silo sind in diesem Jahr erstmals zwei Maschinen ganztägig im Einsatz: Ein Kollege schiebt und packt, der andere walzt. „Die Silowalze haben wir uns geborgt. Bisher hatten wir keine im Einsatz, denken aber, dass wir uns eine eigene anschaffen werden“, sagt Grigutsch. Der Effekt des konzentrierten Arbeitens auf dem Silo ist messbar: „Durch das Verdichten mit der Walze haben wir etwa 250 Tonnen mehr ins Silo bekommen, insgesamt also 1.500 Tonnen.“ Das lässt auf einen verbesserten Konserviererfolg hoffen. Zum Einsatz kommt in dieser Saison eine neue Folie. Die besteht aus zwei Lagen: die obere schützt das Siliergut wie gewohnt „von oben“; die untere, sehr dünne Schicht, soll für einen dichten Schluss sorgen bzw. erspart die Verlegung einer Unterziehfolie. „An den Silorändern, die in der Regel ja Problemzonen sind, dichten wir erstmals zusätzlich mit Silosäcken ab, um die Verluste zu reduzieren“, erläutert Grigutsch.

Gülle zum zweiten Aufwuchs

Damit auch der zweite Aufwuchs von den knapp 1.000 ha Grünland einen ansprechenden Ertrag bringt, startet parallel das Gülle-Team Anfang der Woche auf den geräumten Flächen mit der organischen Düngung. „Wenn alles passt, können wir in drei Wochen auf den ersten Flächen den  zweiten Aufwuchs bergen.“

Frank Hartmann

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