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Schichten fair verteilt

Landwirt Till aus dem dritten Lehrjahr war in dieser Woche bei den „Schraubern“. Werkstatt-Dienst, das gibt er schnell zu, gefällt ihm deutlich besser als Stallarbeit. Montag und Dienstag kamen zwei Zetor-Traktoren "unters Messer", die einst für „Mark der DDR“ erworben wurden. „Bei dem einen haben wir den Kühler ausgetauscht, bei dem anderen die Kupplung repariert“, berichtet Till. Beide Maschinen kommen bei der Fütterung bzw. auf der Weide zum Einsatz. Und ihre Fahrer mögen sie wegen des großen Führerhauses nicht hergeben, weiß Ausbildungsleiter Arnd Hölzer. Mittwoch sprang Till im Repro-Stall ein, weil eine Kollegin erkrankte. Am Donnerstag ereilte die Landtechniker in Ernstroda ein Hilferuf aus dem Betriebsteil in Tabarz. Mit Ronald Schnabel, dem erfahrenen Schlossermeister, brauste Till im Servicewagen los. „Ein kleiner Case-Schlepper hatte Probleme mit der Einspritzpumpe. Der wird nach Ernstroda in die Werkstatt müssen. Bei einem Zetor wechselten wir ein Rad und den Anlasser. Die Handbremse eines MTS 50 brachten wir gleich noch mit in Ordnung“, so Tills Einsatz-Bilanz.

 

Über die Weihnachtsfeiertage ist Till beim Melken eingeteilt. Danach hat er frei. Sylvester wird mit den Kumpels in Oberhof gefeiert. Er bleibt dann gleich dort und verfolgt den Biathlon-Weltcup. Theresa, ebenso aus dem Dritten, geht an den Weihnachtstagen bis zum 30. Dezember mit in den Stall und hat Sylvester frei. Kai aus dem ersten Lehrjahr ist Weihnachten im Reprostall und kann am 31. Dezember die Korken knallen lassen. Ricardo aus dem zweiten Jahr bleibt Weihnachten daheim und muss über Neujahr die Jungrinder und Kühe füttern. Füttern im Reprostall lautet der Job von Bianca, allerdings nur an den beiden Weihnachtstagen. Und Ute aus dem ersten Lehrjahr hat Bereitschaft. „Die Arbeit zum Jahreswechsel wird fair auf allen Schultern verteilt“, sagt Ausbildungsleiter Arnd Hölzer. Da würden Wünsche und natürlich auch die familiäre Situation mit berücksichtigt. Den Feiertagszuschlag finden im Übrigen auch die Lehrlinge in ihren Lohntüten.

 

 

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