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  • 11.01.
  • 2013.11.01.

Resümee und Ausblick

„2012 war ein gutes Jahr für uns“ sagt TZG-Chef Dr. Eberhard Dierchen. Momentan wird in Ernstroda der Jahresabschluss bearbeitet, der wohl ein positives Ergebnis zutage fördern wird. Die Getreide- und Maiserträge lagen 2012 über dem Durchschnitt, die der Grassilage darunter. Die Direktvermarktung entwickelte sich positiv. Zwar machte die Milchleistung keine Sprünge nach oben, aber „angesichts der schwachen Grünfutterernte 2011 und der daraus resultierenden geringen Grassilagequalität geht die stabil gehaltene Milchleistung in Ordnung“, urteilt Dierchen. Investiert wurde in einen neuen Mähdrescher, einen starken selbstfahrenden Grasmäher sowie neue Tränkautomaten im Kälberstall.

 

Kurz vor Jahresmitte fand die „Rechtsform wechselnde Umwandlung“ von der eG in eine GmbH statt. „Es hat weder ein Eigentümerwechsel stattgefunden noch sind bei uns Heuschrecken am Werke“ erklärt Dierchen den Schritt. „Die TZG war seit ihrer Gründung nach der Wende eine Mitarbeiter-Genossenschaft. Wir hätten den Schritt in eine GmbH schon viel früher vollzogen, wären nicht die Altschulden in Höhe eines zweistelligen DM-Millionenbetrages gewesen.“ Mit der Umwandlung verfolge man unter anderem das Ziel, das Eigentümerbewusstsein aller 22 Gesellschafter zu stärken.

 

Ins Kontor schlugen 2012 die gestiegenen Kosten beim Kraftfutter, den Düngemitteln und der Energie, sowie „der schwache, absolut unbefriedigende Milchpreis“. Während die personelle Entwicklung in der Direktvermarktung Sorgen bereitete – es fehlen Fleischer und Fleischerfachverkäufer -, sieht es in der Landwirtschaft gut aus. So konnten hier genügend Lehrlinge gewonnen werden. Zwei Kollegen, der Pflanzenbauchef und seine Vertreterin, schlossen ihre berufliche Fortbildung ab. Ein Jungfacharbeiter befindet sich in der Fachschulausbildung.

 

„Wir sind optimistisch, auch 2013 wieder zwei oder drei Schulabgänger für die Berufsausbildung zum Landwirt gewinnen können“, blickt Dr. Eberhard Dierchen nach vorne. Mit Theresa sei eine Auszubildende gewonnen worden, die nach ihrem Lehrabschluss in diesem Sommer im dualen System Agrarmanagement studieren will. „Wir werden darüber nachdenken, wie wir eine Wohnmöglichkeit für Azubis und Pendler schaffen können.“

 

Für knapp eine halbe Million Euro wird in diesem Jahr ein neuer Mutterkuhstall errichtet. Investiert werden wird auch in das Wohl der Jungrinder und Milchkühe. „Wir wollen etwas an den Spaltenböden verändern. Die Planungen dazu laufen noch“, so der TZG-Chef. Die Erneuerung des dritten Fermenters der Biogasanlage findet im Frühjahr ihren Abschluss.

 

Dr. Dierchen hofft 2013 auf ein Ausbleiben von Wetterextremen und auf weise agrarpolitische Entscheidungen, vor allem in Brüssel. Berührungspunkte im Zuge der EU-Agrarreform gebe es für die TZG unter anderem bei den Themen Kappung, Greening, benachteiligtes Gebiet oder Kulturlandschaftsprogramm (Zweite Säule). „In allen Fällen dreht es sich um Geld, das zu verlieren uns vor existenzielle Probleme stellen kann.“

 

Einen ersten Wermutstropfen brachte das neue Jahr bereits: Die Molkerei reduzierte den Milchauszahlungspreis um einen Cent: „33 Cent sind zu wenig. Wir müssten über 38 Cent liegen.“ Das sei notwendig, auch um etwas bei den Löhnen zu bewegen. „Wir sind uns bei der TZG einig, dass wir hier etwas machen müssen“, sagt Dierchen. Was konkret, das werde in Kürze beraten, wenn also der Jahresabschluss vorliegt.

 

Fest stehen in Ernstroda bereits zwei Termine: Am 27. April wird der Weideauftrieb gefeiert und am 12. Oktober das Schlachtfest.


 

 

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