• 2014
  • 24.01.
  • 2014.24.01.

Respekt vor Mathe

© Frank Hartmann

Anhand dieser Kuh arbeitet sich TZG-Azubi Ricardo am Thema „Exterieurbeurteilung“ ab.

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Das Ende naht. Für Bianca und Ricardo, die Landwirt-Azubis der TZG Ernstroda im 3. Lehrjahr, ist es eine ernste Angelegenheit. Am 14. Februar läuft die Frist zur Anmeldung für die Abschlussprüfungen beim Landwirtschaftsamt ab. Zwar bleiben den beiden noch etliche Monate bis zu den theoretischen und praktischen Prüfungen. Allerdings galt es jetzt noch, das Berichtsheft als Eintrittskarte für die Prüfungen zu schließen. Herbarium und Saatgutsammlung haben sie schon vorgelegt. Sie gehören zum ersten Jahrgang, dem dies die Prüfungsordnung nicht mehr abverlangt. Ungeachtet dessen hat die TZG in ihren jüngeren Ausbildungsverträgen die Anfertigung beider Sammlungen noch festgeschrieben. „Das gehört einfach dazu“, sagt TZG-Ausbildungsleiter Arnd Hölzer. „Hier lernen die Azubis etwas.“ Gleiches gilt für die beiden Leit- und die sechs Erfahrungsberichte: Für die Prüfungszulassung sind sie nicht zwingend, die TZG hält aber an deren Ausfertigung fest.

Milchgüte und Exterieur

Die Wochenberichte und die Wetterdatensammlung sind in den Berichtsheften von Bianca und Ricardo komplett. Jetzt fehlte bei beiden lediglich noch der letzte von zwei Leittexten. Bianca hatte sich für das Thema „Milchqualität und Milchgüte“ entschieden. Bei Ricardo stand die „Exterieurbeurteilung einer Milchkuh“ an. Die Bearbeitung dieser Themen erfolgt anhand eines umfangreichen Fragen- und Aufgabenkataloges. Beide TZG-Azubis lassen erkennen, dass sie ihre anspruchsvollen Themen mit vertretbarem Aufwand bewältigen können. Daran arbeiten sie nach beziehungsweise vor ihrer Schicht: Bianca im Kälberstall; Ricardo im Fütterungsteam.

Erst mal arbeiten

Die Prüfungen vor Augen, auch die an der Berufsschule, wo beide Fachabiturienten den größten Respekt vor der abschließenden Mathematikklausur haben, stellt sich heute natürlich schon die Frage: Wie geht es nach der Lehre weiter? Bianca will sich bei der TZG um eine Stelle in der Tierproduktion bewerben und wird demnächst das Gespräch mit der Geschäftsführung suchen: „Ich will erst einmal arbeiten und halte mir die Option für die Fachschule oder ein Studium offen.“ Ähnlich sieht es bei Ricardo aus, für den aber nur eine berufsbegleitende Qualifikation wie der Meister oder ein Fernstudium in Frage käme. Ricardo bewirbt sich bei der TZG um eine Stelle im Ackerbau. Sein Wunschjob: im Gülleteam den Terra-Gator steuern.

Frank Hartmann

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