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  • 03.02.
  • 2014.03.02.

Preiswürdig

© Frank Hartmann

Der TZG-Laden in Ernstroda versorgt das Dorf mit Lebens- und Haushaltsmitteln.

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Preiswürdig

Die TZG Ernstroda wurde als „Erfolgreicher Ausbildungsbetrieb 2013“ geehrt. Und: Ihre Direktvermarktung gewinnt auch.

TZG-Geschäftsführer Dr. Eberhard Dierchen war wieder ordentlich auf Achse. Auf den Fachtagen des Landwirtschaftsamtes Bad Salzungen und der regionalen Bauernverbände in der Kulturscheune Gumpelstadt nahm er die Auszeichnung „Erfolgreicher Ausbildungsbetrieb 2013 Landwirt/Landwirtin“ für die TZG entgegen. Das war nicht das erste Mal. Die Ehre gebührt Agrarbetrieben, deren Azubis ihre Lehre mit besten Ergebnissen abschlossen. Freilich, und zum Glück, erhielt die TZG nicht als einziger Betrieb die Auszeichnung. In Gumpelstadt drehte es sich außerdem um erste konkrete Hinweise zu Greening-Auflagen und andere schwerwiegende Entwicklungen.

 

An zweiter Stelle

Nur einen Tag später folgte Dierchen der Einladung des TÜV Thüringen zu einem Austausch über Direktvermarktung. Geladen waren Vertreter gestandener Betriebe. Da darf die TZG nicht fehlen, die 2013 gut 2,4 Mio. Euro mit ihrer Direktvermarktung umsetzte, „das bislang beste Jahr“, so der TZG-Geschäftsführer, der sich ehrenamtlich im Vorstand des Thüringer Direktvermarkterverbandes engagiert. Seit Kurzem gibt es eine neu gestaltete Hompage. (www.thueringer-direktvermarkter.de). Mit 27 Mitarbeitern inklusive Schlachtung steht die Direktvermarktung in der TZG bei der Mitarbeiterzahl und dem Umsatz nach der Tierproduktion an zweiter Position. 350 Rinder und 2.500 Schweine werden pro Jahr verarbeitet. Die Schweine kommen von Nachbarbetrieben. Daneben wird für andere Direktvermarkter und für Privatleute in Lohn geschlachtet.

Ein Dorfkonsum

1991 startet man mit der Schlachtung, zwei Jahre später mit der Veredlung. Mehr als drei Viertel der Fleisch- und Wurstwaren werden heute in den beiden Filialen (Ernstroda und Tabarz) und über den mobilen Verkauf abgesetzt. Der Rest geht an regionale Großkunden. Ein Teil des Umsatzes macht die TZG mit zugekauften Waren wie Getränken, Milchprodukten oder Haushaltswaren, die im  Bauernmarkt Ernstroda mit angeboten werden. „Damit übernehmen wir Verantwortung für die Nahversorgung“, so Dierchen.
Neue Produkte
In diesem Jahr steckt die TZG 200.000 Euro in die komplette Modernisierung des Bauernmarktes samt dem Imbissbereich. Wachstumschancen sieht Dierchen beim Angebot von Halbfertig- und Fertigprodukten. „Diese werden immer stärker nachgefragt.“ Darauf stelle man sich gern ein, denn das erhöht die Wertschöpfung. Problematisch ist die Situation beim Nachwuchs. Zwar bildet die TZG Fleischer und Fleischerfachverkäufer aus. Azubis findet man derzeit leider keine.

Strohhäcksler gekauft

Nachtrag: Im Blog vom 10. Januar (www.bauernzeitung.de/praxispartner/tzg-ernstroda/erst-testen-dann-kaufen) berichteten wir vom Anbauhäcksler (Silofarmer 280), den die TZG testete. Die Maschine ist mittlerweile gekauft worden, weil sie guten Dienst beim Zerkleinern des Futterstrohs in ein wiederkäuergerechtes Maß leistet. Die Mutterkuhherde und die Jungrinder nehmen das Stroh jetzt gut an, was die Futtersituation in Ernstroda etwas entkrampft.      

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