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  • 12.09.
  • 2014.12.09.

Plan B

© TZG

Vom Überladewagen geht es in die mobile Quetsche und in den Schlauch.

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Nahezu drei Wochen gingen ins Land, ehe die TZG in dieser wieder dreschen konnte. 200 ha Weizen und Roggen warteten seither auf die Bergung. „25 ha Roggen und 80 ha Weizen stehen jetzt noch“, berichtet Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch. Am Donnerstag begann es erneut zu regnen. Freitagfrüh fanden sich im Niederschlagsmesser bereits wieder 25 mm. „Das Getreide war Futter und bleibt auch Futter“, meint Grigutsch. Angesichts des Zeitdrucks entschied man sich jetzt, den Roggen im Betrieb zu belassen. „Das ist die wirtschaftlichere Variante, statt ihn inklusive Trocknungskosten zu verkaufen.“

Roggen in den Schlauch

Der frisch geerntete Roggen, den man mit Feuchten zwischen 16 und 20 % runter holte, lagerte auf dem „nackten“ Hof. Von hier aus wurde er direkt über eine mobile Maschine gequetscht und mit Propionsäure behandelt in einen Siloschlauch gepresst. Froh ist man bei der TZG, dass man dafür kurzfristig einen Dienstleister ordern konnte. „Erste Option für diesen konservierten Roggen ist seine Verfütterung. Uns bleibt auch noch die Verwertung in der Biogasanlage“, so Grigutsch.

Trocknung kommt nicht durch

Für den Winterweizen, der sich noch in erstaunlich guter Verfassung zeigen würde, hatte man eine mobile Trocknungsanlage ins Auge gefasst: „Die Maschine ist verfügbar, allerdings bekommen wir sie verkehrstechnisch nicht nach Ernstroda transportiert. Wir bräuchten dafür Sonderfahrtgenehmigungen, ein enormer Aufwand, der auch Zeit in Anspruch nimmt.“ 300 t Weizen, mit Feuchten zwischen 16 und 18 % geerntet, liegen jetzt in der Halle: „Und die müssen schnell weg.“ Die Hoffnung, den Weizen mit Feuchten unter 15 % zu dreschen und ihn einzulagern, schwindet nun langsam auch bei Grigutsch. „Sobald es das Wetter zulässt, dreschen wir ihn. 18 % Feuchte ist aber die absolute Obergrenze.“

Raps ist gedrillt

Entspannt hat sich die Aussaat des Rapses. Die Bodenverhältnisse verhinderten ab Mitte August aufgrund ergiebiger Niederschläge ein saattaugliches Bett zu bereiten. 275 ha sind jetzt gedrillt, bis auf 25 ha entspricht dies der Anbauplanung. „Die Drillmaschine steht jetzt nicht mehr still. Zwar sind die Bodenverhältnisse noch immer problematisch. Aber sobald es geht, kommen Gerste und Roggen in den Boden.“

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