• 2013
  • 08.03.
  • 2013.08.03.

Pflicht und Kür

Sich in einer Situation zu wissen, die einer Prüfung ähnlich ist, war eines der Argumente, mit denen Arnd Hölzer die Azubis der TZG zur Teilnahme am Berufswettbewerb bekehren konnte. Denn zunächst hatte sich ihre Begeisterung darüber in Grenzen gehalten. Selbst TZG-Ausbildungsleiter Arnd Hölzer nahm an dem Ausscheid im Bildungszentrum Wilhelmsthal teil, als Kampfrichter einer praktischen Disziplin. Sein Fazit – ohne Namen zu nennen: „An meiner Station waren die Ergebnisse durchwachsen. Einige stolperten schon beim korrekten Lesen und Erfassen der Aufgabe, was aber auch der Aufregung geschuldet gewesen sein kann. Mit dem Berechnen der Kälber-Iglu-Fläche, die desinfiziert werden sollte, taten sich einige Lehrlinge schwer. Das richtige Mischen der Lösung wiederum lief ganz gut.“

 

Theresa, Landwirt-Azubi aus dem 3. Lehrjahr, fand den Ausscheid letztlich interessant. Die Theorie sei schwierig gewesen und bot Fallstricke: „Beim Allgemeinwissen sollten wir unter anderem Bauwerke erkennen und benennen, etwa das Kolosseum in Rom.  Dass man auch den Namen eines arabischen Superhotels kennen muss, fand ich eigenartig“, meint Theresa, die am Ende auf einem guten 3. Platz landete. Richtig schwer empfand sie den berufstheoretischen Teil zum Pflanzenschutz. Locker sei dagegen die fünfminütige Präsentation ihres Betriebes, der TZG Ernstroda, gewesen. Diesen Teil konnten alle Azubis schon Daheim vorbereiten - Grenzen gab es keine. „Ich hatte mich für eine Power-Point-Präsentation entschieden, in die ich den Betriebsspiegel eingebaut habe. Das kostete mich eine knappe Stunde Zeit“, berichtet Theresa. Und: „Die Aufgabe forderte zudem, dass wir das betriebliche Standbein beschreiben, das die künftige Entwicklung maßgeblich bestimmen wird, samt einer Begründung. Irgendwie hatte ich das aber überlesen.“ Dass das in Ernstroda die Tierproduktion mit der Jungrinderaufzucht ist, wusste Theresa auch ohne Vorbereitung. Ähnliche Erfahrungen machte der zweite Ernstrodaer Starter: „Theorie schwierig, Praxis machbar“, fasst es Ricardo aus dem 2. Lehrjahr zusammen. Mit dem 5. Rang gibt er sich zufrieden, zumal die Abstände auf die Plätze weiter vorne eng waren. Ricardo sagt, dass der Wettbewerb in die Zeit seiner Lkw-Prüfung fiel. Und da habe er, gerade bei den Vorbereitungen, Prioritäten setzen wollen.


        

Neben den genannten Disziplinen galt es für die Azubis, Futtermittel, Saatgut und diverse Betriebsmittel zu bestimmen sowie Fragen zur Anatomie von Nutztieren zu beantworten. Insgesamt acht Land- und drei Tierwirte waren am 7. März  zum Regionalausscheid im Bereich des Landwirtschaftsamtes Bad Salzungen angetreten. Die Besten qualifizierten sich für den Landeswettbewerb, der Anfang April ausgetragen wird.


 

 

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