• 2013
  • 17.11.
  • 2013.17.11.

OP am Schlag 529

TZG Schlag Sammler Freigelgt

Der Sammler wurde freigelegt. Er arbeitet tadellos.

Bildergalerie: OP am Schlag 529


Die beiden nassen Stellen auf dem Schlag kurz vor Cumbach sind den TZG-Verantwortlichen schon seit einiger Zeit ein Dorn im Auge. Zumal sie sich unmittelbar an der Auffahrt zum Schlag befinden. Mit einem örtlichen Tiefbauunternehmen machte man sich kürzlich auf die Suche nach dem ersten Sammler, dessen Lage, wie die der meisten Meliorationslagen auf den Flächen der TZG Ernstroda, eine „große Unbekannte“ ist. „In diesem Bereich sind bis zu 95 % der Acker- und Grünlandflächen in den 70er und 80 er Jahren melioriert worden“, weiß Arnd Hölzer.

Stochern bis zum Sammler

Vom gepflegten Entwässerungsraben aus wurde mit Draht „gestochert“, bis es nicht mehr weiter ging, dann gebaggert und der Sammler freigelegt. „Der ist in einwandfreiem Zustand“, sagt Sara Burkhardt, die stellvertretende Pflanzenbauchefin. In dieser Woche nun kam eine auf Kanalinspektionen spezialisierte Firma mit entsprechender Kameraausrüstung. Die Ortung funktionierte bestens, das Problem an dieser Stelle ist gefunden: Zwei Sauger haben den Geist aufgegeben. Beide verlaufen nahe der ersten nassen Stelle. „Bevor jetzt Frost droht, wird das Tiefbauunternehmen die defekten Sauger freilegen und wieder instand setzen“, sagt Sara Burkhardt. An der anderen Nassstelle wolle man zudem unverzüglich ebenso mit einer Such-Schachtung beginnen, um den Sammler aufzuspüren.

Unterlagen sind weg

Diplomatisch nennt man es „ärgern“, wenn Arnd Hölzer an die verloren gegangenen Meliorations-Unterlagen denkt. Er weiß, dass es in vielen Betrieben so ist. Sara Burkhardt hatte sich das Thema Melioration in der TZG eigentlich als Thema ihrer Bachelor-Arbeit ausgewählt. „Ich war in allen möglichen Ämtern unterwegs, im Staatsarchiv, habe nach alten Firmen recherchiert: Das Ergebnis war ernüchternd.“ Am Ende fand sie ein anderes Thema für die Abschlussarbeit. Für die TZG war das längst kein Grund, aufzugeben. „Auf der InVeKoS-Infoveranstaltung unseres Landwirtschaftsamt Bad Salzungen im Frühjahr stießen wir im Rahmen der Firmenausstellung auf die Firma Apus Systems aus Dresden. Das sind junge Spezialisten auf dem Gebiet der Melioration.“ Per Luftbildbefliegung spüren sie die alten Trassen auf. „Wir haben vereinbart, erst einmal 100 Hektar zu erkunden. Wenn uns die Ergebnisse überzeugen, dann können wir uns deutlich mehr vorstellen“, sagt Hölzer. Der erste Überflug mit einem in Großenhain bei Dresden gestarteten Leichtflugzeug fand bereits statt.

Mit dem Auto nach Hannover

Nicht mit dem Flugzeug, aber mit dem Auto ging es in dieser Woche mehrmals von Ernstroda zur Agritechnica nach Hannover: Montag und Dienstag waren die Landtechniker dort, am Mittwoch machte sich ein Team aus der Abteilung Tierproduktion auf den Weg, am Donnerstag u.a. mit Sara Burkhardt und Dirk Grigutsch die Leute von der Pflanzenproduktion. Am Freitag, konnte man das Gülle-Team der TZG in Hannover treffen, begleitet von Landwirt-Azubi Ricardo und BA-Studentin Theresa.

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