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  • 2016.30.08.

Neuer Landwirt-Azubi

© Birgitt Schunk

Die richtige Berufswahl, da ist Danny überzeugt, hat der Landwirt-Azubi getroffen. Und mit der TZG den richtigen Betrieb gefunden. Auch wenn in Ernstroda die Milchproduktion ausläuft, wird neben dem Landwirt, Fleischer und Fleischereifachverkäufer weiterhin zum Tierwirt (Rinderproduktion) ausgebildet.

Seinen Berufswunsch hat Danny Tanzmann eigentlich aus den Ferien mitgebracht. „Früher sind meine Eltern mit mir oft zum Urlaub auf Bauernhöfe gefahren“, sagt der 18-Jährige. Dort hat er nicht nur alle Viere gerade sein lassen, sondern auch ab und an mitgeholfen.  Schon da spürte er, dass dies seine berufliche Richtung werden könnte. Als es allerdings ernst wurde mit der Bewerbung, hätten die Eltern zunächst schon ein paar Bedenken angemeldet: Viel Arbeit an 365 Tagen im Jahr. Und dicke Gehälter wie in anderen Branchen gibt es auch nicht.

Bestätigung gefunden

Danny hat dennoch seinen Lehrvertrag zur Ausbildung als Landwirt unterschrieben. „Auch in der Landwirtschaft kann man seinen Weg machen“, gibt er sich überzeugt.  In der TZG Ernstroda liegen die ersten drei Wochen in der Praxis hinter ihm. „So habe ich mir das vorgestellt“, sagt er. Und die Eltern seien zufrieden, weil er zufrieden ist.

Praktikum vor dem Vertrag

Bevor der Ausbildungsvertrag in Ernstroda unterschrieben worden war, hatte Danny im Februar noch ein Praktikum absolviert. Dann ging alles recht schnell.  „Solche jungen Leute, die schon ein Gefühl für die Landwirtschaft haben, muss man ganz einfach nehmen“, sagt Angelika Hütter, die stellvertretende Leiterin Tierproduktion. Da dürfe man bei einem Allrounder nicht zweimal überlegen. Schließlich interessiert sich der Azubi für große Maschinen und Tiere gleichermaßen. Und weil er schon 18 Jahre ist, hat er die Fahrerlaubnis für Pkw und Traktor längst in der Tasche. Das kommt dem Betrieb zugute. In den ersten drei Wochen seiner Ausbildung hat er nicht nur Kälber gefüttert, Ohrmarken eingezogen oder ausgemistet. Er war Teil des Ernteteams, musste Stroh vom Erntefeld abfahren.  

Prima Abwechslung

Nach dem Realschulabschluss hatte der Schüler aus Schönau v.d.W. – ein Nachbarort von Ernstroda – zunächst mit dem Abitur begonnen. „Doch das war nichts für mich“, bekennt er heute. Ihn zog es mehr hinaus in die Praxis. „Und Büroarbeit geht gar nicht.“ Täglich neue Aufgaben – mal im Gelände oder der Stallanlage – sind da eher sein Ding. „Man braucht schon  Leidenschaft für die Landwirtschaft, wenn man solch einen Weg einschlägt“, findet er.  

Reiten, Rinder, Lasso

Den Berufswunsch befördert hat auch sein Engagement auf einer Ranch bei Weimar. Hier war er als Kind einst zu Reiterferien. Seitdem zieht es ihn immer wieder dorthin. Heute ist Danny Tanzmann  einmal in der Woche dort und ist mit dem Sohn der Familie eng befreundet. Gemeinsam wird fürs Team-Roping trainiert. „Hier fangen zwei Reiter mit Lasso ein Rind ein“, erzählt der angehende Landwirt.  Was aus dem Arbeitsalltag der Cowboys entlehnt ist, wird heute in Wettbewerben praktiziert. Danny Tanzmann hat hier im Juli sogar an den Europameisterschaften  teilgenommen. In der Vorrunde war er mit seinem Teamkollegen Vierter geworden.   

Fünf Azubi-Kollegen

Gespannt blickt er den ersten Wochen in der Berufsschule in Schwerstedt entgegen. Nicht nur in Ernstroda, auch dort trifft er dann auf die Azubi-Kollegen seines Heimatbetriebes: Patrick, Christoph und Leon aus dem 3. sowie Maxi aus dem 2. Lehrjahr. Im Bauernmarkt der TZG, dem Herz der Direktvermarktung, lernt Cindy Fachverkäuferin.

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