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  • 2017.11.05.

Mit Jungrinderpension durchstarten

© Frank Hartmann

Rund 1 800 Hektar Grünland wollen genutzt werden.

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Viel Grünland, Platz in den Ställen und über 40 Jahre Erfahrung mit der Jungrinderaufzucht: Die TZG Ernstroda macht sich auf den Weg, neue Partner für die Rinderaufzucht zu gewinnen. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir einiges bei uns verändert, was nicht zuletzt nach einem neuen Konzept für die Grünlandbewirtschaftung verlangt“, sagt Geschäftsführer Andreas Umbreit. Die zumeist extensive Bewirtschaftung der 1 800 ha Grünland und ein großer Tierbestand kollidierten in der Vergangenheit in klimatisch ungünstigen Jahren mit den Futterressourcen.

Platz und Komfort

Mit dem Ende der Milchproduktion vor knapp einem Jahr und dem schrittweisen Auslaufen der Färsenproduktion für langjährige Partnerbetriebe, die im Zuge von Investitionen kaum noch Bedarf für die Auslagerung ihrer Jungrinderaufzucht haben, kann die TZG nunmehr den Tierbestand besser an das Grünland anpassen. „Allein mit der Mutterkuhhaltung, die wir mittelfristig ausbauen, nutzen wir bei Weitem nicht die natürlichen  Raufuttergründe“, weiß Umbreit. Begünstigt werde das Pensionsgeschäft der künftigen Jungrinderaufzucht durch das großzügige Platzangebot. In den Wintermonaten stehen den Jungrindern nunmehr auch die ehemaligen Milchviehställe zur Verfügung. „Wir haben dort in diesem Winter, nach gründlicher Reinigung und Desinfektion, erstmals Jungrinder und Färsen aufgestallt. Das Platzangebot und die noch relativ neuen Liegematten kommen bei ihnen sehr gut an“, kann Herdenmanagerin Angelika Hütter berichten. Von den erfahrenen Mitarbeitern ihres Teams, wozu u. a. der TZG-eigene Klauenpfleger zählt, werden bis Ende des Jahres die letzten Partnertiere betreut.

Geschäft für beide Seiten

Maximal 800 bis 1 000 Jungrinder, sowohl zur Färsen- als auch zur Fresseraufzucht, will die TZG als Dienstleister künftig noch aufziehen, wobei die Tiere von nicht mehr als drei Partnern stammen sollen. Wie schon in der Vergangenheit entscheiden die Betriebe, wann und mit welchem Vererber die künftigen Kühe belegt werden. Besamt werden die Tiere von Technikern des Thüringer Rinderzuchtverbandes. Erste Gespräche mit Interessenten hat es laut Andreas Umbreit schon gegeben. Der Geschäftsführer betont, dass das Pensionsgeschäft sowohl für die TZG als auch ihre Partner wirtschaftlich gestaltet werden muss.

 

Rückblick TZG-Frühlingsfest

Zu Beginn der Weidesaison veranstaltete die TZG Ernstroda am letzten Aprilwochenende rund um ihren Bauernmarkt ein Frühlingsfest. Ein Video auf der Facebook-Präsentation bietet dazu Impressionen: www.facebook.com/Bauernmarkt-Ernstroda-1043663625732244/

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