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  • 11.07.
  • 2014.11.07.

Mistwetter

© TZG Ernstroda

Vier Tage Regen: Zeit zum Entmisten im Reprostall in Ernstroda.

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Vom Dienstag bis zum Donnerstagabend fand Sara Burkhardt 100 mm Regenwasser im Niederschlagsmesser der TZG in Ernstroda: „Das war zu viel in der kurzen Zeit“, urteilt die stellvertretende Pflanzenbauchefin. Trotz Futterernte auf dem Grünland und reifen Gerstenbeständen sei man stets froh über Niederschlag: „Unsere Böden haben aber wenig davon, weil das meiste Wasser abfloss.“ Freilich: Der Mais profitiert ungemein von dem warmen Regen, „dem kann jetzt beim Wachsen zusehen“. Die Grünfutterernte musste natürlich unterbrochen werden. Zum Glück ist der zweite Schnitt weit voran geschritten, 80 Prozent der 900 ha Dauergrünland sind schon im Silo. Am Freitag konnte man mit dem Zetten der Schwade beginnen; am Wochenende soll der Häcksler wieder in das Geschehen eingreifen.

In der erzwungenen Pause kam keine Langeweile auf. Arbeit gibt es immer genug. So nutzte man, außerplanmäßig, die Regentage zum Mistfahren: „Normalerweise haben wir Anfang Juli dafür keine Zeit, das ist typische Herbstarbeit“, sagt Pflanzenbauleiter Dirk Grigutsch.   Die Zwischenlager finden sich auf den Maisschlägen des kommenden Jahres. Auf der Angewöhnungskoppel und im Reprostall in Ernstroda sowie am Mutterkuhstandort in Langenhain kam das Team zügig voran.

Grigutsch geht davon aus, dass das Getreide bei dem warmen Wind zügig abtrocknet. „Ohne Regen hätten wir an diesem Wochenende wohl Wintergerste dreschen können“, schätzt er die Abreife ein. „Aus meiner Sicht ist alles im Lot. Wenn das Wetter passt, starten wir Ende kommender Woche. Der Raps ist noch nicht so weit, sodass wir voll im Plan liegen.“ In die Ernte der Druschfrüchte hinein wird sehr wahrscheinlich der dritte Schnitt fallen, den das Grünland in diesem Jahr auf 500 ha hergibt. „In Abhängigkeit vom Fortschritt der Mahd werden wir dann entscheiden, ob wir die Bergung des Futters selber hinbekommen oder einen Dienstleister beauftragen.“

Frank Hartmann

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