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Messer geschärft, Mais im Visier

Zwei Personen arbeiten in der Werkstatt am Häcksler.

TZG, Häcksler, Vorbereitung, Werkstatt

Häckslerfahrer Kai-Uwe Fuchs (r.) und Azubi Kai bringen die Messer für die Maisernte auf Vordermann.

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In dieser Woche wollte die TZG mit der Silomaisernte beginnen. 200 ha stehen auf den Ernstrodaer Feldern, dazu kommen weitere 60 ha, die man vorsorglich bei einem Nachbarbetrieb zukaufte. Lediglich zwei Grasaufwüchse konnten in diesem Jahr ins Silo gebracht werden. „Für den dritten Schnitt gewinnen wir gewiss nicht den Preis für Premiumqualität“, sagt Arnd Hölzer. Die Ernte der ohnehin nur 150 ha wurde von viel Regen begleitet. Der Mais, der Anfang Mai gut in den Boden kam, litt an Nässe und Kälte, was bis Mitte Juni anhielt. Je nach Standort hätten sich die Bestände mal mehr, mal weniger gut entwickelt. „Dort, wo sich die Nässe lange Zeit hielt, sieht man es dem Mais bis heute an. Es fehlt einfach Masse“, sagt Arnd Hölzer.

Zwei Tage für den Jaguar

Der Claas-Jaguar, der bei der TZG von Frühjahr bis zum Herbst nahezu rund um die Uhr im Einsatz ist, wurde letzte Woche in der Werkstatt für das Maishäckseln startklar gemacht. Landwirt-Azubi Kai aus dem 2. Lehrjahr unterstützte dabei Häckslerfahrer Kai-Uwe Fuchs. Zwei Tage brauchten die beiden, um etwa die Messer auszutauschen, die Messerhalter zu reinigen oder das Schneidwerk vorzubereiten. An die Hänger musste zudem der Überblasschutz montiert werden. Azubi Kai, der im neuen Ausbildungsjahr bereits drei Wochen Berufsschule hinter sich hat, wird mit zum Abfahrer-Team gehören. Für ihn hat das zweite Jahr gut angefangen. Denn in der Berufsschule sei es nach der Grundlagenvermittlung nun deutlich spannender: Im Getreidebau oder der Melktechnik gebe es jetzt richtiges Fachwissen.

Keine Angst vor alten Hasen

Sein Azubi-Kollege Ricardo, der jetzt im Dritten ist, widerfuhr am letzten Wochenende etwas nicht Alltägliches. Er startete für die TZG beim Landesleistungspflügen, dessen Gastgeber das Lehr-, Prüf- und Versuchsgut in Buttelstedt war. Mit dem TZG-eigenen Wettbewerbs-Beetpflug ging Ricardo ins Rennen. Begleitet wurde er auf dem Wettkampffeld von Lutz Herbst, der bei der TZG die Schlüsselmaschinen bei der Bodenbearbeitung lenkt und selbst viele Jahre Wettkampfpflüger war. „Wird schon“, meinte Ricardo vor seiner Premiere, wohl wissend, dass etliche „alte Hasen“ des Leistungspflügens zu den Teilnehmern zählten. Nach einem aufregenden Wettbewerb bei regenfreien Wetter und guten Bodenbedingungen gab sich Ricardo mit seinen Leistungen zufrieden. Er belegte einen guten Platz im relativ dichten Feld der Teilnehmer. „Für die erste Teilnahme ist es ok“, so sein Kommentar. Er fügte an, dass das Leistungspflügen durchaus ein Hobby für ihn werden könnte. Für Ausbildungsleiter Arnd Hölzer ist es das bereits. Seit Jahren schon ist er als Kampfrichter bei Wettbewerben der Gespannpflüger dabei. Sein nächster Einsatz wird die 3. Offene Thüringenmeisterschaft am 28. September in Deuna im Eichsfeld sein.

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