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  • 24.08.
  • 2017.24.08.

Mähdruschernte steht in der TZG Ernstroda vor dem Abschluss

Weizenmahd

Am Mittwochabend standen noch 60 ha Weizen in Ernstroda.

Diese Erntesaison strengt richtig an“, sagt TZG-Pflanzenbauleiter Dirk Grigutsch. Sie scheint sich endlos in die Länge zu ziehen, ohne richtig Fläche machen zu können. Am Montag dieser Woche ging es gegen 15 Uhr wieder in den Weizen. Da standen noch knapp 170 ha. „Wir sind bei 14 Prozent Feuchtegehalt. Das passt, denn diese  Partien lagern wir ein.“ Zuvor mussten die Mähdrescher und Schneidwerke aus dem hoch gelegenen Tabarzer Betriebsteil nach Ernstroda geholt werden. „Am Sonntag konnten wir in Tabarz zwei Stunden dreschen, dann fielen wieder vier Millimeter Regen.“ In Ernstroda hingegen blieb es trocken und die verbliebenen Felder waren zum Drusch bereit. So oder so ähnlich, sagt Grigutsch, sieht der Ernteverlauf in diesem Jahr aus.  

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Gerste und Erbsen top  

Mit zwei Maschinen und drei Abfahrern ging es am Montag zügig voran. Zum Feierabend gegen 21 Uhr waren knapp 40 ha geschafft. Mittwochabend standen noch 60 ha. Die Presse konnte parallel Rundballen formen. „Wenn das Wetter mitspielt, beenden wir Freitag diese Druschernte.“ Dass Ende August in Ernstroda noch gedroschen wird, sei nicht unüblich. „Dass wir aber am 5. Juli in die Wintergerste fahren konnten, ist für uns sehr früh.“ Die Wintergerstenerträge lagen mit rund 80 dt/ha über dem Durchschnitt. „Die Erbsen haben mich richtig überrascht: nach mageren 23 dt/ha im Vorjahr nun 50 dt/ha.“ Ertraglich liegt die Sommergerste mit 65 dt/ha auf einem guten Niveau. Auf die Qualitätsauswertung warte man noch; Grigutsch rechnet mit Brauqualität.   Raps enttäuscht   Wie für viele Landwirte in diesem Jahr, sorgt der Raps für die größte Enttäuschung, gleichwohl die TZG mit 35 dt/ha noch vergleichsweise gut weggekommen ist: „Wir hatten einen zügigen Auflauf, er kam auch anständig aus dem Winter und es sah sehr vielversprechend aus“, gibt die magere Ausbeute dem Pflanzenbauleiter Rätsel auf. Trotz wiederkehrender Niederschläge konnten die ersten A-Weizenschläge in guter Qualität und mit über 70 dt/ha beerntet werden. Abstriche musste man, ein weiteres Merkmal dieser Ernte, beim Hektolitergewicht hinnehmen. Der auf dem Feld verbliebene Weizen werde nunmehr getrennt gelagert. Grigutsch stellt sich darauf ein, dass hier die Fallzahlen nicht mehr berauschend sein werden.  

Druck auf Aussaat  

Als logistische Herausforderung erweise sich die Herbstbestellung, was laut Grigutsch schwerer wiege als die späte Mahd. Das zum Teil späte Beräumen der Felder und vor allem ihre schlechte Befahrbarkeit aufgrund der Niederschläge haben den Druck auf die Rapsaussaat erhöht. Und das nicht zuletzt deshalb, weil nach der neuen Düngeverordnung praktisch nur noch zu Raps mit Gülle gedüngt werden kann. Anfang dieser Woche waren die ersten 50 ha Raps gedrillt. Grigutsch geht davon aus, dass die nächsten vier Wochen von seinem  Pflanzenbauteam alles fordern werden. Neben der Bestellung wartet der dritte Schnitt. Und: „Der Mais steht prächtig. Ich erwarte einen frühen Erntebeginn.“

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