• 2014
  • 30.06.
  • 2014.30.06.

Kleiner Feldtag

© Frank Hartmann

Mit Berufskollegen, dem Pflanzenbauspezialisten Dr. Albert Novotny sowie Robert Karner ging es bei der TZG Ernstroda auf kleine Feldschau.

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Seit einigen Jahren schon führt die TZG Teile ihrer Bestände mit dem Akra-Düngesystem. Das bietet alljährlich den Anlass für einen kleinen Feldtag. „Anders als im Vorjahr stellen sich in dieser Saison alle Feldkulturen in einem guten Zustand dar“, unterstreicht TZG-Pflanzenbauleiter Dirk Grigutsch. Und das unabhängig von der Bestandsführung.

Mais: ausgeprägtes Wurzelwachstum

Ob Weizen, Winter- und Sommergerste, Raps oder Mais: In allen Kulturen spielt das Akra-Düngesystem in der TZG eine Rolle, zum Teil versuchsweise: „In diesem Jahr haben wir das Mais-Saatgut für vier Hektar erstmals mit N-Bakterien gebeizt. Beim Blick in den Bestand erkennt man zunächst noch keinen Unterscheid. Allerdings weisen die Pflanzen des geimpften Saatgutes ein deutlich besseres Wurzelwachstum auf“, erläutert Dirk Grigutsch am Rand des 30-Hektar-Schlages am Kiessee. 2013 stand hier Weizen. Nach dessen Ernte wurde im Oktober Kalk ausgebracht (280 kg/ha) und hiernach eine Akra-Grunddüngung (200kg/ha) durchgeführt. Diese, aus 16 Einzelkomponenten zusammengesetzte Kombination, verspricht neben der Nährstoffgabe die Mobilisierung von im Boden vorhandenen Nährstoffen. Nach 250 kg/ha Rinderdung zog man die Herbstfurche. Ende März gab es eine N-Gabe in Form von Gülle (40 m³/ha bei 2,2 kg N/m³). Bodenbearbeitung und Saatbettbereitung sowie das Legen erfolgten Ende April. Der folgende Pflanzenschutz hatte vor allem das Unkraut im Visier. „In dieser Woche gab es nochmals eine Blattdüngung, eine Mischung aus Stickstoff- und Phosphorbakterien sowie Mikronährstoffen.“ Zum einen soll Luft-Stickstoff gebunden und zum anderen die Vitalität der Pflanzen gestärkt werden. Auch erwartet Dirk Grigutsch eine insektizide Wirkung, gleichwohl noch kein großer Druck zu erkennen ist, sieht man von vereinzelten Fritfliegen ab.

Raps: ein Drittel Mineraldünger gespart

Gute Erfahrungen macht die TZG schon seit längerer Zeit mit der Gülledüngung im Winterraps, die Teil des Akra-Systems ist. Und das nicht nur, weil es das Güllemanagement im Frühjahr deutlich erleichtert. „Wir sparen über den Daumen ein Drittel mineralische N-Düngung ein“, weiß Dirk Grigutsch, ein Umstand, der bezüglich der Treibhausgas-Bilanzierung, die für den Rapsanbau in Deutschland generell nicht unproblematisch zu werden droht, von Vorteil sein kann. Der Schlag, der für die Feldschau ausgesucht wurde, war kein einfacher: „Die Beschaffenheit des 32er Bodens ist nicht die Beste“, berichtete Grigutsch. Die relativ späte Ernte der Sommergerste im Jahr 2013 verzögerte die Rapsaussaat, die erst in den letzten Augusttagen erfolgen konnte. In der Folge entwickelte sich der Rapsbestand sehr schleppend: „Im Herbst sah es hier wirklich nicht gut aus.“ Außer einer Bor-Gabe passierte Im Herbst auf dem Schlag nichts. „Im Frühjahr erfolgte eine Güllegabe mit 30 Kubikmetern sowie eine Piamon-Gabe mit 200 kg.“ Hiernach gab es noch einmal 100 l/ha AHL. „Wie schon in den Vorjahren haben wir beim Raps, den wir mit Gülle düngen, eine Insektizidbehandlung weniger.“ Mit der Entwicklung des zunächst schwierigen Bestandes gibt sich Dirk Grigutsch mehr als zu frieden. 32 bis 36 dt/ha könnten geerntet werden, so seine derzeitige Schätzung.

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