• 2013
  • 26.07.
  • 2013.26.07.

Keine Pause nach Regen

Der Regen der letzten Nacht war mehr als willkommen - auch wenn die Getreideernte in der TZG Ernstroda dadurch erst einmal unterbrochen wurde. In Tabarz fielen 15 Liter, in Ernstroda 30 und in Gospiteroda sollen es sogar 60 gewesen sein. „Für den Mais war es höchste Zeit, dass es regnet“, ist Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch erleichtert, der in den letzten Tagen während seiner Kontrollrunden die Pflanzen mit Sorge betrachtet hatte. Das Wasser hat nun seine Wirkung nicht verfehlt. Die Blätter haben aufgehört, sich einzurollen und strotzen jetzt wieder mit ihrem satten Grün. Die Mähdrescher haben heute Pause. Noch gibt es keinen Zeitdruck bei der Wintergerste. Auch der Raps braucht noch ein kleines Stück. Die Atempause schadet also nichts. „Wir haben genug zu tun“, sagt Grigutsch. Seine Leute bringen auf Flächen bei Tabarz, wo vor zwei Tagen noch Wintergerste stand, Gülle und Mist aus. Schließlich soll hier alsbald der Raps in den Boden kommen. Mit dabei ist auch Lehrling Ricardo Mesch. In den letzten Tagen fuhr er von den Mähdreschern das Getreide ab. Heute ist er seit 11 Uhr auf dem Feld. Zuvor hat er die Technik gewartet. Als Azubi an der Schwelle zum dritten Lehrjahr hat er nicht nur Sinn für seine Arbeit im Augenblick. Auf dem Nachbarfeld hatte er erst einmal mit prüfender Hand ins Stroh gegriffen, denn das muss noch unter Dach und Fach gebracht werden. „Das ist richtig warm und schwer“, berichtet er dem Pflanzenbauchef, während der Dungstreuer am Feldrand von einem Kollegen beladen wird. Der Regen hat auch die Strohbergung erst einmal unterbrochen. Doch die Sonne brennt schon wieder vom Himmel. Dirk Grigutsch entscheidet deshalb am frühen Nachmittag, dass beim Stroh auf den Flächen unmittelbar am Betriebsgelände in Ernstroda der Schwadlüfter ran muss, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Für Ricardo hat Grigutsch noch ein Angebot parat. Wenn die Rapsernte beginnt, soll der Azubi zum ersten Mal auf dem Mähdrescher sitzen. Noch fiebert der Lehrling, der an sich technikbegeistert ist, nicht so richtig diesem Einsatz entgegen. Häcksler- und Gülletechnik haben es ihm mehr angetan, denkt er. Doch ausschlagen wird er das Angebot ganz sicher nicht. Erst Mitte September wird für Ricardo wieder die Schule beginnen. „Zu früh“ nach seinem Empfinden. „Jetzt, wo man doch schon einiges beherrscht und dem Betrieb helfen kann, wäre es gut, wenn der Unterricht fürs dritte Lehrjahr später beginnen würde“, sagt er. Schließlich gebe es im September und Oktober noch reichlich zu tun im Pflanzenbau.                                    Birgitt Schunk

 

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