• 2014
  • 04.04.
  • 2014.04.04.

Keine Eile

© Frank Hartmann

Die früh blühenden Bestände sind bei der TZG weniger homogen.

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Bereits in der letzten Märzwoche konnte TZG-Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch die ersten gelben Blüten sehen. „Die Rapsbestände, die noch nicht blühen, haben sich deutlich homogener entwickelt, obwohl sie im Herbst gar nicht so gut aufgegangen waren.“ Auf knapp 100 ha steht noch die letzte N-Gabe an. Erstmals kommt bei der TZG, nach etlichen Testläufen, ein N-Sensor zum Einsatz. „Unser Ziel sind in erster Linie gleichmäßige Bestände. Die Düngeverordnung habe ich dabei auch vor Augen“, begründet Grigutsch den Kauf. Zu tun hat jetzt auch die Selbstfahrer-Spritze, weil der Rapsglanzkäfer Druck macht. Das eingespielte Spritzen-Team mache an die 100 ha am Tag.

Nur eine Ernte

Gestartet ist die Gülledüngung zum Mais. Legen will Grigutsch die knapp 200 ha aber erst nach Ostern. „Da lasse ich mich auch nicht verrückt machen, obwohl es jetzt schon möglich wäre.“ Zur Mittagszeit maß er gut 10°C Bodentemperatur. „Früh und abends ist es aber noch kühler.“ Außerdem weiß der TZG-Pflanzenbauchef um die Wildschwein-Problematik in der Region. „Wenn sich der Aufgang verzögert, holen die mir die ganze Saat aus dem Boden.“ Da wolle er besser bis nach Ostern warten, zumal ihn die Erfahrung lehrte, dass man jedes Frühjahr zeitiger dran sei, „aber geerntet haben wir den Mais noch nie früher. Wir können eben nur einmal ernten“. Dass der junge Mais bei früher Aussaat von Frost überrascht werden könnte sei ebenso wenig auszuschließen wie schwierige Bodenverhältnisse zu Ostern: „So ist das eben. Ich denke aber, dass wir höchstens eine Woche zum Legen brauchen, das geht dann zügig voran.“

Gute Wurzelausbildung

Die guten Bodenverhältnisse erlaubten es in diesem Jahr, mehr Gülle auf die Getreide- und Rapsflächen zu bringen als in anderen Jahren. „Gewöhnlich erhält das Grünland auf gut 500 ha zum ersten Schnitt Gülle. Dieses Jahr sind es nur 50 ha, der Rest wird mineralisch versorgt.“ Sind die ersten Pflanzenschutzbehandlungen der Wintergerste abgeschlossen, stehen jetzt die mit Herbiziden im Roggen und Weizen an. Was den Kulturen an Wasser fehlt, hemmt gleichzeitig den Unkrautwuchs. Hier sei der Druck überschaubar. Dennoch wäre jetzt Regen schön. Unterm Strich sieht Dirk Grigutsch die Kulturen in einem deutlich besseren Zustand als im Vorjahr: „Die Pflanzen bilden tiefe Wurzeln aus; das sollte von Vorteil sein, wenn uns Vorsommertrockenheit heimsucht.“

Frank Hartmann

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