• 2013
  • 03.05.
  • 2013.03.05.

Im Schlepptau

Seit zwei Wochen ist Theresa Kunze beim „Wiesenschleppen“ im Einsatz.  Mit 210 PS  fährt sie über die Flächen.  An sich kein schwieriges Unterfangen. „Aber aufpassen muss man schon“, sagt sie. Es sind nicht nur die steileren Stücke, die mehr Obacht erfordern. Gerade in Finsterbergen, wo sie zuvor unterwegs war, „gab es genug nasse Stellen“. Um die hat sie immer wieder einen Bogen gemacht.  Bloß nicht festfahren -  heißt die Devise. Passiert ist ihr das bislang zum Glück   noch nicht.    Die angehende Landwirtin war zum ersten Mal  am Stück beim “Wiesenschleppen“  eingesetzt.   „Da lernt man viele Ecken kennen, die der Betrieb bewirtschaftet, von denen man vorher aber nichts wusste“. Rund 1400 Hektar Grünland müssen insgesamt im Frühjahr abgeschleppt werden. „Das werden wir wohl dieses Jahr nicht ganz schaffen“, sagt TZG-Aufsichtsratschef Arnd Hölzer.  Der  lange  Winter mit Schnee und Frost verhinderte bis in den April hinein das Arbeiten auf den Flächen. Jetzt holt die Natur kräftig auf, das Grünfutter wächst.  Für die Futterreserve ist das gut so.    Steht der Aufwuchs allerdings schon hoch, sind  solchen Pflegemaßnahmen Grenzen gesetzt. Wertvollem Futter würde man schließlich sonst  den Garaus machen. Normalerwiese setzt das   Abschleppen im Frühjahr   auf den mähfähigen Wiesen und  Weiden vor dem Aufwuchs ein.  Es sorgt für die Beseitigung von  Unebenheiten wie  Maulwurfhügel, die später  wiederum das  Futter verunreinigen könnten.  Auch kann der Arbeitsgang für eine  zusätzliche Durchlüftung der Narbe und   eine bessere Bestockung sorgen. Letztendlich geht es um Qualitätsfutter für die Viehbestände des Unternehmens.  Wenige Tage sind es schließlich nur noch auf den ertragreichen Standorten bis zum ersten Schnitt. „Nach Himmelfahrt   wird es wohl losgehen mit der Futterernte“, so Hölzer. Bis dahin ist es gerademal noch eine Woche.     

Birgitt Schunk

 

 

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