• 2015
  • 30.01.
  • 2015.30.01.

Gut geplant

© Frank Hartmann

Mit dem Häcksler wird eingestreut.

Bildergalerie: Gut geplant

 Für den neuen Mutterkuhstall der TZG in Langenhain ist es der zweite Winter. Und Ronny Stein sagt mit Überzeugung: „Den haben wir gut geplant, der passt.“ Zwar hätten der Winter 2013/2014 und auch der laufende sowohl den Rindern als auch dem Mutterkuhteam noch keinen Härtetest abverlangt. Dennoch: Erkältete Tiere, Kälber eingeschlossen, habe es bislang kein einziges gegeben. Bei den Tränken entschied man sich für ein System mit Tellern statt mit Kugeln. „Ich hatte zunächst Bedenken, dass wir Probleme mit Frost bekommen. Bislang waren die Sorgen aber unbegründet.“ Für die Teller sprach, dass die Kälber mit ihnen besser zurechtkommen.

 

Einfach gestaltet


Auch das Management des für 150 Tiere ausgelegten offenen Tiefstreustalles mit den beiden großen Abteilen funktioniere tadellos. „Das System ist so einfach wie möglich gestaltet. Die Stallhälften können wir zügig halbieren, etwa zum Einstreuen.“

Zwei statt vier Ballen


Frisches Stroh gibt es täglich. Weil das in dieser Saison aufgrund der schwierigen Ernte knapp ist, machte man aus der Not eine Tugend. „Verbrauchten wir gewöhnlich vier Ballen pro Stallhälfte und Tag, konnten wir auf zwei Ballen reduzieren, ohne jeden Nachteil für die Auflage“, erklärt Ronny Stein. So wird das Stroh relativ kurz gehäckselt und in die Rinderabteile geblasen. Den kleinen Strohhäcksler hatte die TZG im vorigen Winter angeschafft, um Futterstroh für die Milchkühe auf eine wiederkäuergerechte Länge zu bringen. Vor einem Jahr musste mehr Stroh ins Grundfutter, galt es da, mit der Silage zu haushalten. Jetzt findet das Gerät seine Bestimmung beim Einstreuen.

Zu schwer für den Stalltraktor


„Sicher, wir improvisieren, was man allein daran erkennt, dass wir einen schweren Schlepper brauchen. Ein Stalltraktor kann den Häcksler nämlich nicht heben.“ Weil man in Langenhain die Staubbelastung beim Einstreuen für die Tiere reduzieren will, wird das Stroh nicht einfach in die Gruppen hineingeblasen, sondern werden die Tiere für jeweils zehn Minuten zusammengetrieben, um die freie Fläche einzustreuen. Der Boden federt hiernach gut, und, was noch viel wichtiger ist, er ist trocken. Der zwischen den Ställen gelagerte Mist bezeugt, dass mit dem fein gehäckselten Stroh ein augenscheinlich perfekter Dung zur Verfügung steht.

Für die Direktvermarktung


Knapp 500 Fleischrinder inklusive den Jungtieren hält die TZG am Standort in Langenhain. Die Gruppen in den Ställen sind mit Jung- und Altkühen gemischt. Bestimmt sind die Tiere nahezu ausnahmslos für die TZG-eigene Direktvermarktung.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr