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  • 15.04.
  • 2016.15.04.

Frühjahr mit Hindernissen

Agrifac-Spritze im Rapsfeld © Frank Hartmann

Mit der neuen Agrifac-Spritze im Raps: Fahrer Kai Ebhardt (l.) und Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch.

Frühjahr mit Hindernissen

Schnee und feuchte Flächen bremsen in der TZG Ernstroda die Feldarbeiten

Dass an einem 1. April noch 25 cm Schnee liegen, haut in der TZG Ernstroda keinen aus den Winterschuhen. Vor gut zwei Wochen reichte es aber zur unangenehmen Überraschung. Denn die Frühjahrsaussaat war bereits im vollen Gange, als es über Nacht derart schneite: „Wir haben in diesem Jahr mit der Befahrbarkeit der Flächen ohnehin unsere Schwierigkeiten. Der Schnee, der nach nur einem Tag wieder verschwunden war, brachte zusätzlich knapp 30 Millimeter Niederschlag“, berichtet Pflanzenbauleiter Dirk Grigutsch, der seine Sorgen darüber nicht verbergen will.

Organische Startgabe nicht möglich

>> Nur ein Weizenschlag bekam – mit Verspätung – die erste N-Gabe organisch verabreicht. Das kann Berufskollegen einen Vorgeschmack auf das Güllemanagement im Frühjahr nach der geplanten neuen Düngeverordnung geben. © Frank Hartmann



Bereits vor dem Schneeeinbruch konnte aufgrund der feuchten Flächen die erste N-Gabe im Weizen nicht wie geplant in Form der Biogasgülle verabreicht werden, womit die TZG in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht hat. Dies erfolgte, mit Ausnahme eines 50-Hektar-Schlages, mineralisch. Die Rapsbestände, die sich „richtig gut“ präsentieren, seien für eine organische N-Gabe in diesem Jahr schon zu weit gewesen. Mit der Gülle ging es zum Teil auf das Grünland, „zumindest im hängigen Gelände. In den Tälern und Senken waren und sind die Flächen nicht befahrbar.“

 Ein Rätsel geben Grigutsch und dem beratenden Pflanzenbaubüro die niedrigen N-Salden auf. „Wir messen für gewöhnlich im Mittel der Jahre 30 bis 40 Kilogramm N-min. In dieser Saison zeigten auch die Kontrollproben zwischen 0 und 20 Kilogramm an.“ Es sei 2015 zwar trocken gewesen, aber nicht so extrem wie anderswo. Die Getreideerträge waren niedrig, das Stroh nicht zu knapp: „Wir haben noch keine Erklärung dafür gefunden.“

 Glanzkäfer macht Druck im Raps

 Im Raps übt der Glanzkäfer in diesem Frühjahr großen Druck aus. Mit der nagelneuen Agrifac-Selbstfahrerspritze und ihren 30 m Arbeitsbreite ist die Behandlung bereits durch. Weil sich seit dem Ende der vorigen Woche die Lage auf den Flächen zu entspannen begann, konnte die vor Ostern gestartete Aussaat endlich fortgesetzt werden. Die verbliebenen 30 ha Sommerbraugerste und die 45 ha Erbsen sind im Boden. Jene Weizenflächen, die im Herbst keine Herbizidbehandlung mehr erhalten konnten, waren zu Wochenbeginn befahrbar. Auf den Flächen der Greening-Erbsen ist eine Vorauflaufbehandlung angesetzt. Planmäßig ging es an das Vorbereiten der Maisflächen. Hier sollte im Laufe der Woche das Gülle-Team mit dem Terra-Gator im Einsatz sein.

Kaum abgenommen hat der Feldmausdruck auf dem Dauergrünland. Grigutsch hat beobachtet, dass die Mähweiden ein wenig geringer betroffen sind als die Weideflächen. Das sei aber ein subjektiver Eindruck. Ein Muster, das sich etwa aus der Geografie des Geländes erklärt, gebe es nicht. „Bei uns sind Versuche einer privaten Firma dazu angelaufen. Wir sind gespannt, ob sie den Feldmäusen auf den Grund gehen können.“ 

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