• 2013
  • 16.08.
  • 2013.16.08.

Freitag um eins…

Jede verfügbare Frau und jeden verfügbaren Mann hatte TZG-Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch am Freitag im Einsatz. Montag schon war der Raps in Sack und Tüten, „zwei Doppelzentner je Hektar mehr als im Vorjahr“. Bis heute ging dann aber nichts mehr, zumindest beim Drusch. „Gestern, am Donnerstag, haben wir es versucht. Die Feuchte war mir mit 15,8 bis 16,4 Prozent aber noch zu hoch“, so Grigutsch. Für den A-Weizen (Toras), der nur eine Nacht in Ernstroda zwischengelagert und dann vom Händler abgeholt wird, habe er einen Superkontrakt. Da wolle er keine Abzüge wegen der Feuchte provozieren.

 

Heute dann, gegen 13 Uhr, gab er bei 15,5 % das 36 ha große Feld für die Drescher frei. Um halb drei schon zeigte das Feuchtemessgerät 14,2 %. Für eine Ertragsprognose war es da noch zu früh. Gegen 16 Uhr war das Korn von diesem Schlag eingefahren, dank auch der vier Abfahrer, darunter Ricardo aus dem 3. Lehrjahr. Zwei Strohpressen und zwei Ballenladewagen sorgten gleichzeitig für eine schnelle Beräumung des Schlages. „Ideal wäre es gewesen, gleich noch den Grubber auf dem Feld zu haben. Aber zwei Kollegen sind krank.“

 

Und obwohl die Drescher in der Woche standen, zeigte sich Dirk Grigutsch gelassen. So sei man beim Güllefahren und bei der Bodenbearbeitung richtig gut vorangekommen. Auf 40 ha ist das Saatbett für den Raps bereitet. Morgen, am Sonnabend, kann die Drille mit der Bestellung beginnen. Hier muss Azubi Ricardo einen der beiden erkrankten Kollegen vertreten. Dass er das kann, hat er schon im Frühjahr unter Beweis gestellt.

 

Weil der nächste Weizenschlag (28 ha), E-Weizen der Sorte Monopol, nicht weit entfernt lag, konnte das Umsetzen mit angebautem Schneidwerk erfolgen. Gegen 16.30 Uhr legten die Drescher dort los. 13,7 % zeigte das Feuchtemessgerät. „Bis 15 Prozent wird heute gedroschen, das kann Nachtmahd bedeuten“, kündigte Dirk Grigutsch an. Auch hier geht er bei der Feuchte kein Risiko ein. Den dieses Korn lagert die TZG selbst ein. „Den nächsten Schlag haben wir schon im Visier, noch mal 46 ha Monopol“, sagte Dirk Grigutsch gegen 18.30 Uhr am Telefon. Da kannte er auch das Ergebnis der Waage für den A-Weizen-Schlag: 63 dt/ha, das ginge in Ordnung.

 

Auf knapp über 500 ha wächst bei der TZG in dieser Saison Weizen. Inklusive der Sommergerste, die den Abschluss bildet, könnte, so der Wettergott will, in einer Woche die Getreidernte in Ernstroda ihr Ende finden.

 


 

 

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