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  • 02.10.
  • 2014.02.10.

Es geht voran

© TZG Ernstroda

Die Hälfte des Maises ist vom Feld.

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Nachdem die Feldarbeit bei der TZG Ernstroda in den letzten zwei Monaten zum Teil heftig ins Stocken geriet,  gibt sich der Wettergott nunmehr versöhnlich. Bodenbearbeitung, Aussaat, Maisernte und Gülleausbringung laufen. Roggen und Gerste sind auf zusammen fast 250 Hektar gedrillt: „Eine kleine Roggenfläche muss noch vorbereitet werden. Hier wird gepflügt, weil der gerade einmal vor zehn Tagen geerntete Lagerweizen Spuren hinterlassen hat“, sagt Dirk Grigutsch.

Erdfloh im Raps

Mit dem Weizen hat die TZG begonnen. Auf knapp 500 ha wird die Hauptfrucht gedrillt. Die Flächen wurden bzw. werden einmal gegrubbert. Anschließend geht die Scheibenegge mit Walzen darüber. Drei neue Sorten sind auf jeweils sechs Hektar im Versuchsanbau. Ansonsten wird der E-Weizen weiter zurückgefahren. Beim Raps, der meist unter widrigen Bedingungen in den Boden kam, herrscht großer Schädlingsdruck: „Wir haben die komplette Fläche gegen den Rapserdfloh behandeln müssen“, berichtet Grigutsch. Auch die Rübsenblattwespe hat sich breit gemacht. Der spät gedrillte Raps könnte, trotz des Taus in den Morgenstunden, etwas Regen gebrauchen.         

Zünsler im Mais

Seit gestern steuert TZG-Pflanzenbauchef Grigutsch selbst den Häcksler, „der ja fast von alleine fährt“. Der Stammfahrer konnte ein paar Tage freimachen. Gut die Hälfte der 210 Hektar ist bereits im Silo. „Von der Abreife her hätte er noch zwei Wochen stehen können. Die Kolben sind zwar gut ausgebildet, aber insgesamt ist er noch ganz schön grün. Der TS-gehalt liegt bei knapp unter 30 Prozent.“ Das sei nicht optimal, aber man brauche die Flächen für den Weizen. Grigutsch schätzt, einen Ertrag von 50 t/ha einzufahren. Überrascht habe ihn der Maiszünslerbefall, den eine Bonitur des Landwirtschaftsamtes ermittelt hat. „Die Befallsrate liegt bei 51 Prozent.“ Allerdings halte sich die Schädigung der Pflanzen in Grenzen: „Unterm Kolben liegt sie bei einem Prozent, oberhalb bei 16 Prozent.“

Getreide im Schlauch

Die Getreideernte will Dirk Grigutsch eigentlich schnell vergessen. Vor zehn Tagen war nun endgültig Schluss damit. Erinnert wird er dennoch täglich daran. Acht Siloschläuche, drei davon mit Roggen, die übrigen mit Weizen gefüllt, liegen jetzt als Futter auf dem Hof in Ernstroda. Die Option, die als Eigenfutter eingelagerte Gerste zu verkaufen, behalte man im Auge. Aktuell sei dies jedoch kein Thema.

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