• 2012
  • 26.07.
  • 2012.26.07.

Erntestart am Fuße des Inselsberges

Fast jeden Tag hatte es seit Pfingsten geregnet. Noch am Sonntag, dem 22. Juli, hingen dicke schwarze Wolken über der Ernstrodaer Feldflur. Zum Glück entluden sie sich nicht mehr. Es folgte der langersehnte Sonneschein. Ein leichter Wind  pustete die Gerstenhalme endgültig trocken. Und so setzte sich am Montagnachmittag der Tross der Erntemaschinen mit lautem Gedröhne in Bewegung. Drei Mähdrescher steuerten einen 53 ha großen Gerstenschlag an. Einer davon nagelneu, mit fast zehn Meter  Schnittbreite und eine viertel Million wert. Da war die Spannung groß. Vorsichtig wurde die erste Runde gedreht. Würde der Boden die schweren Lasten tragen? Sind die Körner wirklich trocken genug? Lässt sich das Stroh gut binden oder ist es noch zu feucht? Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch (43) mit jahrelanger Erfahrung als Mähdrescherfahrer leitete nach seiner Meisterausbildung erstmals allein diesen Einsatz. Und es ließ sich an diesem ersten Tag gut an. Staubfahnen rund um die Drescher zeugten von der nötigen Trockenheit. Wegen des vielen Regens rechnete man mit einer Körnerfeuchte von 16 Prozent. Fürs Schroten reicht das – besser wären 14 Prozent - doch erste Proben ergaben zwölf Prozent. Also würde man den Schlag heute mit voller Kraft in Angriff nehmen. Zwei Steine in Schneidwerken und eine abgebrochene Schraube brachten den Arbeitsfluss gelegentlich ins Stocken. Schlosser Frank Fuchs stand für solche Fälle bereit. Doch abends um 23 Uhr, als es wieder feucht wurde, war der Schlag „runter“. Es wurden 65 dt/ha eingebracht. „Wir sind nicht unzufrieden“, so die Einschätzung im Betrieb. Wie die Ernstrodaer Lehrlinge  ihren ersten Erntetag erlebten, lesen in der Nummer 31.

 

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