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  • 27.07.
  • 2016.27.07.

Ernte im Zeitplan

Mähdrescher (Claas) auf einem Rapsfeld

Raps dreschen © Frank Hartmann

Am Montagnachmittag passte das Wetter und der Raps konnte weiter gedroschen werden.

Ernte im Zeitplan

Die Wintergerste ist bei der TZG Ernstroda im Sack, mit der Rapsmahd wurde begonnen.

Montagnachmittag, nach einem Probedrusch, ging es bei der TZG Ernstroda mit der Rapsmahd weiter. 9 % zeigte da der Feuchtemesser. „Wir sind erst am Sonntag im Raps gestartet. Insofern lässt sich noch nichts über das Ergebnis berichten“, sagt Dirk Grigutsch. Weil der Raps auf den 300 ha von der Aussaat bis zur Reife aber beste Bedingungen erfuhr, hält der TZG-Pflanzenbauleiter 40 dt/ha durchaus für möglich, was für den Standort einen ordentlichen Ertrag darstellen würde. Das sei von Bedeutung, denn der Raps böte als einzige Druschkultur Preise, mit denen man seinen Frieden machen könne. Für die Hälfte der Ölfrucht liegen Kontrakte vor.

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Ertrag stimmt milde

Für Überraschung sorgten die 85 ha Wintergerste, die Mittwoch der Vorwoche abgeerntet waren: „Letztes Jahr 45 dt/ha, dieses Jahr 90 dt/ha“, freut sich Grigutsch. Die Sorten unterschieden sich nicht von den vorjährigen. Agronomisch passte alles. Weil die Witterung ideal für die Ausbildung von Fusarien war und noch ist, würden freilich Kornproben untersucht. Zu 90 % ist die Gerste kontraktiert, was preislich gesehen dennoch keinen Anlass zu Freudensprüngen bietet. Auf die Wintergerste plant Grigutsch, Raps und Mais folgen zu lassen. Die Maisflächen erhalten eine Gründecke. Als Zwischenfrucht wählte der Pflanzenbauleiter einen abfrierenden Leguminosenmix. Zuvor erfolgt eine leichte Güllegabe.

Schlagkraft und Witterung

Dem Winterweizen traut Grigutsch ein Ertragspotenzial von 75 dt/ha zu. E-Weizen wächst nur noch auf 30 ha. Die Sommerbraugerste verspricht keine Höchsterträge, aber mit 55 dt/ha einen Durchschnittswert. „Schauen müssen wir, wie die Ernte witterungsbedingt voranschreitet. Sollten der Weizen und die 50 Hektar Erbsen druschreif sein, während wir noch im Raps sind, werden wir noch einen Miet-Mähdrescher ordern.“ Gestartet ist man in diese Saison mit nur einer, wenngleich nagelneuen Maschine. Die bisher genutzten Case-Drescher seien noch in einem guten, marktfähigen Zustand gewesen und wurden verkauft.

Heu und Stroh verkaufen

 Mit den Veränderungen in der Milch- und Jungviehhaltung ändert sich freilich auch das innerbetriebliche Strohmanagement. „Das Wintergersten- und Winterweizenstroh haben oder werden wir bergen und einlagern.“ In der Mutterkuhhaltung wird noch ein Teil gebraucht werden. „Das überschüssige Stroh wollen wir auf den Markt bringen.“ Gleiches gilt für Teile der Grünlandernte: „Die Bedingungen waren gut, sodass wir vom ersten und auch zweiten Schnitt größere Mengen Heu in ansprechender Qualität bergen konnten.“

 

 

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