• 2014
  • 24.12.
  • 2014.24.12.

Ernster Blick auf 2015

© Frank Hartmann

Kulturlandschaftsprogramme sind existentiell für den starken Grünlandbetrieb.

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Ein durchschnittliches Jahr: Das bilanzieren Dr. Eberhard Dierchen und Arnd Hölzer für 2014: Nicht mehr und auch nicht weniger. Beim Milchpreis wird die TZG Ernstroda einen Jahresmittelwert von 35 Cent verbuchen können. Die massige, und zum Ende hin nervenaufreibende Getreideernte egalisierte annähernd die miesen Preise. Planmäßig verlief die Jungrinderaufzucht für die Partnerbetriebe; stabil war das Geschäft mit der Biogasanlage und in der Direktvermarktung inklusive der Leistungen in der Mutterkuhhaltung. Während die Quantität beim Futter passte, mussten Abstriche bei der Qualität hingenommen werden. 2013 war es genau umgekehrt. Unter diesen Umständen, sagt Dierchen, war es das Ziel, die Leistungen der Kühe zu halten. So lautet auch der Vorsatz für 2015.   

 

Das Wetter spielte verrückt

Das Wetter spielte auch am Fuße des Inselsberges 2014 verrückt. Kaum Frost und Schnee im Winter, ganze 7 mm Niederschlag im März, dafür 121 im Mai, 236 im Juli und 212 mm im August. Verrückt auch die agrarpolitischen Weichenstellungen und ihre Wirkung auf die Praxis: Zum Anfang des Jahres stritt man in Erfurt für ein ordentliches Kulturlandschaftsprogramm, was für die TZG mit ihren 1.800 ha Dauergrünland auf durchschnittlich 400 Höhenmetern existentiell ist. Es folgte eine unsichere Antragstellung im Sommer, weil viele Details noch offen waren. Einzig, dass die EU-Kommission Flächenangaben mit vier Stellen nach dem Komma verlangte, das stand schon fest, ärgert sich Arnd Hölzer, der die Anträge allesamt bearbeitete.

 

Ordentlich investiert

Eine der größten Investitionen dieses Jahres war die Modernisierung des Bauernmarktes. Bei der treuen und der neuen Kundschaft kam das an. Bei den Mitarbeitern der Direktvermarktung ebenso. Umfängliche Ersatzinvestitionen in Landtechnik tätigte die TZG planmäßig. Für die 630 Milchkühe wurden darüber hinaus neue Komfortmatten angeschafft. Ihre Verlegung wird 2015 abgeschlossen. Auch Bodenkäufe zählen im abgelaufenen Jahr zur Investitionstätigkeit der TZG.

 

Hoftag war voller Erfolg

Ein voller Erfolg war 2014 zweifelsohne der Tag des offenen Hofes. Das Interesse, gerade junger Familien, war groß. Gleich im Anschluss übernahm die TZG die Rolle des Gastgebers zum Seniorentag des Landkreises Gotha mit über 1.000 Gästen. Das Schlachtfest im Herbst zog wie in den Vorjahren Heerscharen ländlicher Gaumenfreunden an.  

 

Bestandsschutz für Güllelager

Auf das kommende Jahr 2015 blicken Dierchen und Hölzer mit dem nötigen Ernst. Der angekündigte Milchpreisverfall wird die Liquidität belasten. Gespannt verfolgt man in Ernstroda die Themen Düngeverordnung und JGS-Anlagen. „Der Bestandsschutz für die Güllelager muss gelten“, sagt Dierchen.  Der Vollzug des Mindestlohnes – im Herbst 2014 begann man bereits mit der Umstellung und Anpassung des Lohnsystems samt der leistungsabhängigen Parameter – zieht eine allgemeine Erhöhung auch in den oberen Lohngruppen nach sich. Von großer Bedeutung sind die Auszahlungsmodalitäten der Honorare und Beihilfen aus der Zweiten Säule (KULAP; Ausgleichszulage). Eine Umstellung ist hier angekündigt. Danach käme das Geld für 2015 erst im Frühjahr 2016. Hier fordert Dierchen eine spürbare Abschlagzahlung im Herbst. Investitionen werden sich auf den planmäßigen Ersatz beschränken. Wichtig ist und bleibt die Lehrausbildung: Mindestens zwei Azubis will die TZG für die Landwirtschaft gewinnen; darüber hinaus bietet man Lehrstellen in der Direktvermarktung an. 

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