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  • 2013.12.09.

Dünner dritter Schnitt

Tierwirt-Azubi Leon aus dem ersten Lehrjahr und Praktikantin Ulrike unterstützen das Mutterkuh-Team der TZG.

Bildergalerie: Dünner dritter Schnitt

Der Regen in diesen Tagen ist bitter nötig. Denn die Niederschläge fehlten in den letzten Wochen. Dies bekamen die Landwirte in Ernstroda bei der längst abgeschlossenen Rapsaussaat zu spüren. Trotz Walzgängen wollte sich das Saatbett nicht so recht in eine feinkrümlige Struktur bringen lassen. Gelitten hat das Grünland. Lediglich 150 ha eignen sich für einen dritten Schnitt. 500 ha sollten es eigentlich sein. Und weil die Futterernte in diesem Jahr ohnehin knapp ausfällt, hat sich die TZG bei einem Nachbarbetrieb schon mal 60 ha Mais gesichert. „Die ernten wir auch mit unserer Technik“, sagt Dirk Grigutsch. Bis zur Maisernte sind es aber noch ein paar Tage. Mit den Ergebnissen der Getreideernte gibt sich Grigutsch nur zum Teil zufrieden: Raps (35 dt/ha) und Wintergerste (72 dt/ha) lägen erfreulicherweise über dem Vorjahr; der Weizenertrag (57 dt/ha) sei kein Brüller, ginge aber in Ordnung; die Sommergerste habe zwar Brauqualität: 38 dt/ha sind enttäuschend.

 

Respekt vor den Mutterkühen     

Sowohl gestern als auch heute war wegen des Regens aber nicht ans Grashäckseln zu denken. Für Praktikantin Ulrike, die Anfang Oktober ihr Studium in Halle beginnt, änderte sich daher der Einsatzbereich: Statt in Ernstroda abzufahren unterstützt sie jetzt das Mutterkuhteam in Langenhain. Dass sie zum Beispiel Fressgitter reparieren könne, erstaune sie schon, ihrer „zwei linken Hände“ wegen. Eine Untertreibung, meint Ausbildungschef Arnd Hölzer. Ulrike zeigt die Gruppe Färsen, die von der Weide geholt wurden, um sie zu sortieren. Hiernach kommen sie auf getrennte Weiden. Auf einen Teil der Färsen wartet nämlich bereits ein Angusbulle. Dass sich das Gemüt der Mutterkuhrassen von dem der „gemütlichen“ Schwarzbunten unterscheidet, durfte Ulrike bei einem Weideeinsatz miterleben. „Wir mussten zwei Tiere behandeln, einmal an der Klaue und einmal am Auge.“ Zu dritt waren sie dort, den Geländewagen als Fluchtort in der Nähe. Auch ein Kalb galt es einzufangen und genauer unter die Lupe zu nehmen. Dem Muttertier habe das gar nicht behagt, berichtet Ulrike. Alles ging gut, der Respekt vor den Rindern ist gewachsen.

 

Weide vor Missbrauch schützen

Auf dem Arbeitsprogramm steht außerdem noch „Weidepflege“. Mit dem Merlo wird Ulrike Steine vom Feldrand lesen. Ließe man sie liegen, stiege die Gefahr, dass mit der Zeit so manche Waldnutzer aus der Weidefläche einen befahrenen Feldweg machen würden, beschreibt Arnd Hölzer schlechte Erfahrungen.

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