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Direktvermarktung: TZG Ernstroda-Schlachtfest

Mit der Maisernte neigt sich die Saison im Pflanzenbau ihrem Ende zu. Die Erträge (420 bis 480 dt/ha) und die Qualität (TS-Gehalt 32 bis 35 %) übertreffen alle Erwartungen, sagt TZG-Pflanzenbauleiter Dirk Grigutsch. In der Ernstrodaer Direktvermarktung hingegen herrscht Hochsaison. Wer nicht allein über den Preis seine Waren an die Frau und den Mann bringen will, muss bekanntlich „klappern“. Barbara Dierchen zählt auf: Am ersten Septemberwochenende gab es zwei Tage lang das Brunnenfest in Ernstroda,  was freilich die TZG mit Grillangeboten begleitete. Keine zwei Wochen später fand im benachbarten Cumbach das Kinderfest statt, wofür die TZG unter anderem die Rostbratwürste lieferte.

Ministerin auf Stippvisite

»Bild links: Am 7. Oktober lädt die TZG Ernstroda zum Schlacht- und Herbstfest. Foto: TZG


Montag dieser Woche machte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller im Rahmen einer Öko-Flurfahrt in Ernstroda Station. Das ökozertifizierte Schlachthaus der TZG stand im Mittelpunkt des Interesses. Für die Besuchergruppe, die von zahlreichen Journalisten begleitet wurde, legte die TZG u. a. Bio-Zebu-Bratwürste auf den Grill. Die Zeburinder der Siloah in Neufrankenroda werden in Ernstroda geschlachtet. Am kommenden Wochenende wird Apolda Gastgeber des Thüringer Landeserntedankfestes sein. Am Sonnabend und Sonntag zeigt die TZG mit Imbiss und Produkten aus der Direktvermarktung auf dem großen Bauernmarkt Präsenz, was „ein weiteres gutes Podium ist, um Werbung für uns zu machen“, so Dierchen.

Junge Kunden gewinnen

Nur eine Woche später, am 7. Oktober, steigt am Bauernmarkt in Ernstroda das alljährliche Schlacht- und Herbstfest. Die Renner sind hier etwa die Schlachtsuppe, Well- und Kopffleisch oder Leber. Es gibt Spanferkel, es wird gegrillt und schauzerlegt. Direktvermarkterkollegen kommen zum Bauernmarkt. Traktorfahren, Ponyreiten und ein großes Kinderprogramm fehlen nicht. „Wir werben mit Plakaten, Flyern, Zeitungsannoncen und natürlich auf Facebook. Die Flyer haben wir auch in den Tourismusbüros der näheren Umgebung ausliegen“, berichtet Barbara Dierchen. Ziel sei es nach wie vor, jüngere Kunden zu gewinnen; daher auch die intensive Ansprache von Familien mit Kindern.

Auf zur Genusspromenade

Für Anfang November buchte sich die TZG bei der „Genusspromenade“ im Kaisersaal Erfurt ein, ein Event, das für regionale Produkte wirbt. „Wir werden beispielsweise unsere relativ neuen Salamis mit mediterranen Gewürzen zur Verkostung anbieten.“ Gespannt sei man, wie das neu entwickelte Trockenrindfleisch ankommt. Mit dem proteinreichen und fettarmen Naturprodukt, das die TZG sowohl als Snack als auch als Fitnessprodukt vermarkten will, ließe sich im besten Fall eine Nische besetzen. In die Vorbereitungen des an Arbeit ohnehin nicht armen Weihnachtsgeschäftes stößt in diesem

Jahr noch ein Jubiläum. Das 20-jährige Bestehen des TZG-Bauernmarktes bietet am 6. Dezember den Anlass für ein großes Fest.  

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