• 2012
  • 30.03.
  • 2012.30.03.

Die Zwischenprüfung

Drei Wochen war Till jetzt beim Melken. Er hatte seinen Spaß, nicht zuletzt wegen dem wirklich guten Team im Stall. Dienstagfrüh wurde es aber ernst. Für Till Gosejacob ging es nach Hohenkirchen. TZG-Ausbildungsleiter Arnd Hölzer begleitete den Landwirt-Azubi des 2. Lehrjahres und seine Ernstrodaer Kollegin Theresa Kunze zur benachbarten Agrargenossenschaft: Als Beistand, aber auch als Prüfer. Für insgesamt vier Lehrlinge stand dort die praktische Zwischenprüfung an, wie sie in ganz Thüringen zu absolvieren war.

Im Teil Tierproduktion galt es, Futtermittel zu bestimmen (Heu, Maissilage, Stroh, Kälberpellet, Gerstenschrot, Sojaextrationsschrot, Milchpulver und Salzleckstein), deren Energiegehalt zu bewerten, die Qualität zu bestimmen sowie deren Einsatz zu beschreiben. Für Till war das kein Problem, wie er sagt. Hiernach forderten die Prüfer, eine Ration zusammenzustellen. „Wir mussten außerdem die Mengen abschätzen und danach abwiegen.“ Beim Heu habe er mit seiner Schätzung deutlich unter dem tatsächlichen Gewicht gelegen.

Im Teil Pflanzenproduktion ging es an einen Schlepper. WOLKEN lautet hier das Stichwort: Wasser, Ölstand, Luftdruck, Kraftstoff, Elektrik und das Notfallset sollten, wie bekanntlich vor jedem Fahrantritt, einer Kontrolle unterzogen werden. Nach dem Ab- und Anhängen eines Hängers durfte zur Testfahrt eine Runde gedreht und die Bremse auf die Probe gestellt werden. Danach war wieder Wissen gefragt, und zwar bei der Bestimmung von rund einem Dutzend Saatgutproben. Zwei mathematische Sachaufgaben beschlossen diesen Prüfungsteil.

Anders als bei der theoretischen Prüfung im Februar, wo Till mit einer Vier und zwei Dreien nicht gerade seinen stärksten Tag hatte, konnte er in der Praxis eine Eins (Tierproduktion) und eine Zwei (Pflanzenproduktion) einfahren.

 

Themen: Azubi Till
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