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  • 12.03.
  • 2014.12.03.

Die Saat gewalzt

© TZG

75 Hektar bestellte die TZG mit Sommergerste der Sorte Quench.

Am Ende ließ Dirk Grigutsch die Sommergerste doch walzen. „Es fehlt der Niederschlag“, sagt der TZG-Pflanzenbauchef. 75 Hektar sind es in diesem Jahr bei der TZG, 15 Hektar mehr als 2013. Und die 75 Hektar konnten „ein bisschen früher als in normalen Jahren“ gedrillt werden. Gleichwohl man mit den Ergebnissen der Sorte Grace bislang zufrieden war, entschied sich Grigutsch für einen Sortenwechsel. Quench soll erstmals zeigen, was sie verspricht. Wie schon in den Vorjahren verzichtet die TZG auf Vorkontrakte oder den Vertragsanbau für die Sommergerste. „Wir haben langjährige Partner in der Verarbeitung und verkaufen von jeher erst nach der Ernte“, so Grigutsch. Auf das Impfen des Saatgutes mit N-Bakterien verzichtete man dieses Mal. Geführt wird der Bestand aber nach wie vor mit dem Akra-Düngesystem.

Gelassenheit im Feldbau

Ansonsten geht es im Pflanzenbau der TZG noch relativ entspannt zu. Im Laufe der Woche sollte unter anderem der Winterweizen seine N-Gabe in Form von Gülle erhalten. „Mit dem Pflanzenschutz geht es erst langsam los. Bisher haben wir im Vorgewende einiger Rapsflächen eine Herbizidanwendung durchgeführt“, berichtet Dirk Grigutsch.

Mit den Eltern umgeschaut

Weil die Braugerstenflächen unmittelbar an das Firmengelände in Ernstroda grenzen, gab es im Übrigen etliche junge Zuschauer bei der Aussaat. Den 34 Schülern der 7. bis 9. Klasse konnte Sara Burkhardt unter anderem berichten, dass die Köckerling-Saatbett-Kombination ein Testgerät ist. Zum Teil waren die Jugendlichen mit ihren Eltern zum Berufsbildungstag gekommen, der alljährlich mit der Gothaer Agentur für Arbeit und den Schulen der Region organisiert wird und der Berufsorientierung dient. In Gruppen geteilt wurde der Betrieb vorgestellt, gab es Hinweise zum Ablauf der Ausbildung, zur Berufsschule und zum Erwerb des T-Scheins. „Natürlich haben wir mit ihnen eine Runde übers Betriebsgelände gedreht, an der Technikhalle, im Repro- und Kälberstall sowie der Biogasanlage einen Stopp eingelegt“, berichtet Sara Burkhardt. „Die Mehrzahl der Schüler zeigte Interesse für die Ausbildung zum Land- bzw. Tierwirt, ein Land- und Baumaschinenschlosser und ein Elektriker waren auch darunter“, so die stellvertretende Pflanzenbauchefin der TZG. Bedauerlich sei nur, dass erneut keine Interessenten für den Fleischerberuf dabei waren, so Sara Burkhardt.

Einladung zum Praktikum

Ob aus diesem ersten Interesse auch einmal ein Ausbildungsvertrag erwächst, könne man schwer abschätzen. „Wir haben allen Schülern das Angebot für Schnuppertage und Praktika unterbreitet. Und natürlich haben wir sie mit ihren Eltern zum Hoftag am 28. Juni nach Ernstroda eingeladen.“


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