• 2012
  • 26.10.
  • 2012.26.10.

Die Mischung macht´s

Ricardo Mesch ist in dieser Woche mit dem Füttern dran. Von 13 bis 20 Uhr geht seine Schicht. An diesem Nachmittag wird er selbst auf dem Futtermischwagen sitzen – seit längerem „endlich mal wieder“.

Erfahrene Kollegen vertrauten dem jungen Spund mit seinen 18 Lenzen bislang die Technik nicht unbedingt mit wehenden Fahnen an. Zugegeben: „Beim Füttern kann man viel falsch machen“, weiß auch Ricardo. „Der Futtermischwagen ist außerdem mit seiner Einradlenkung mit Vorsicht zu genießen.“ Passt man nicht auf, macht das Gefährt leicht, was es will, wenn es etwas flotter zugeht und der Untergrund rutschig ist. An diesem Tag jedoch  darf der Nachwuchs  ran. Jörg Holländer weist den Azubi des zweiten Lehrjahres noch einmal ein, erläutert die Mengen, die auf dem Zettel stehen, und die Funktionsweise der Technik. Dann geht es los.  Dass die Fütterung  eine Wissenschaft für sich ist, weiß der junge Mann längst. Dr. Eberhard Dierchen, der Geschäftsführer des Agrarunternehmens, ist ausgemachter  Futterspezialist. Vom ihm stammen die „Rezepte“ für die einzelnen Rationen. Und da gibt es keine Routine. „Die Zusammensetzung  wird  immer wieder verändert – je nachdem, wie das Futter beschaffen ist“, sagt der Lehrling.  Auch weiß er längst, dass die besten Häppchen  den Hochleistungstieren, die viel Milch geben, vorbehalten sind.  „Heute allerdings bekommen die Kühe und Jungrinder die gleiche Silage“, sagt Ricardo.    Das große Silo ist geöffnet  und muss effektiv aufgebraucht werden.  Steht der Anschnitt zu lange, wirkt sich das negativ auf  die Qualität aus. Und die ist schließlich entscheidend.   Nicht umsonst schauen sich die Fütterer auch immer wieder die Leistungen der Milchkühe an.  Gute Menge und Qualität schlagen sich schließlich auf dem Lohnzettel  nieder. Insofern haben nicht nur die Melker, sondern auch die Leute, die füttern, eine hohe Verantwortung.  Diesen Zusammenhang hat der 18-Jährige längst verstanden.<o p=""></o>

Birgitt Schunk <o p=""></o>

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