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  • 08.11.
  • 2013.08.11.

Die Agrarreform schlägt ein

TZG, Interview, Fernsehen

Dr. Dierchen, TZG, im TV-Interview

TZG-Geschäftsführer Dr. Eberhard Dierchen im TV-Interview. Screenshot: Frank Hartmann

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Wenn einem Grünlandbetrieb wie der TZG gut eine Viertelmillion Euro weniger Einnahmen in Aussicht gestellt werden, bereitet das mehr als Kopfschmerzen. Dann geht es ans Eingemachte. So bewertet Dr. Eberhard Dierchen das Ergebnis der Sonderkonferenz der Länderagrarminister vom Montag dieser Woche. Der TZG-Geschäftsführer weiß: Es hätte schlimmer kommen können. Ein Trost ist das aber nicht wirklich. Eine solche Summe, die er aus der jährlichen Kürzung der Direktzahlungen für die TZG ab 2015 errechnet hat, könne man in Ernstroda nicht einfach aus der Produktion heraus egalisieren. „Die Kosten zu minimieren, hört sich immer leicht an. Selbst wenn man dabei vorankommt, gibt es Unwägbarkeiten, wie etwa den Beitrag für die Berufsgenossenschaft, der bei uns im Vorjahr um 300 Prozent gestiegen ist. Oder schauen wir uns das aktuelle Futterjahr an: Das kostet uns aufgrund der schlechten Erträge richtig Geld.“

Für Grünlandprogramme streiten

Ein bedeutender Punkt für Dierchen ist deshalb die Ausgestaltung der Thüringer ELER-Programme. „Hier kommt es darauf an, dass wir Grünlandbetriebe im benachteiligten Gebiet für unsere Leistungen angemessen honoriert werden beziehungsweise die Ausgleichszulage die Defizite aus der Kürzung der Direktzahlungen abmildert.“ Dafür streitet jetzt der TZG-Geschäftsführer, zuletzt am Donnertag in Erfurt auf der „Jahrestagung Thüringer Landwirtschaft“, wo 300 Berufskollegen im Congress-Center der Messe die Folgen der Agrarreform diskutierten. Eberhard Dierchen meldete sich hier als erster zu Wort.

Position im TV

Tags zuvor, am Mittwoch, drehte das MDR-Fernsehen einen Bericht zur EU-Agrarreform in der TZG Ernstroda. Die TV-Journalisten interessierte dabei die Besserstellung kleinerer Betriebe. Hier verschwieg Dierchen nicht, dass er die Umverteilung der EU-Mittel innerhalb Deutschlands für ungerecht hält. Nein, und er meckere auch nicht über gekürzte Subventionen. Vielmehr gehe es darum, dass die Kürzungen für Großbetriebe, gerade in benachteiligten Gebieten, harte Einschnitte bedeuten können.

Pflügen und Mistfahren

Unabhängig von der Agrarreform zieht in der TZG der Herbst ein. Auf den Feldern laufen die letzten Arbeiten. „200 Hektar sind noch zu pflügen und gut 600 Tonnen Rindermist auszubringen“, so Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch. Teile des Maschinenparkes hat er für einen ersten Check in die Werkstatt beordert. Die Suche nach zusätzlichem Silo-Mais sei bisher nicht so erfolgreich gewesen wie erhofft. Viele Kollegen der Region suchen Winterfutter, was die Preise steigen lässt. Daneben laufen die Verhandlungen über den Einkauf von Maissaatgut für das kommende Jahr.

 

 

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