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  • 2012.12.10.

Das Futter ist im Sack

Zwischen 380 bis 420 dt/ha bewegt sich bei der TZG der diesjährige Maisertrag. Ein Superergebnis, findet Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch, betrachte man die natürlichen Bedingungen und die Ernten der vergangenen Jahre, die alle nicht so üppig ausfielen. Donnerstag und Freitag wurden die letzten 18 ha gehäckselt. Unter den drei Abfahrern fanden sich Jungfacharbeiter Matthias und Landwirt-Auszubildende Theresa. Sie brachten den Mais nach Ernstroda, wo er ins Silo und in den Schlauch gepackt wurde.

 

Das Befüllen des Siloschlauches und die Kontrolle der Schlauchmaschine, eine fast 20 Jahre alte ag-bag, die aber noch zuverlässig ihren Dienst versieht, oblag Landwirt-Azubi Till aus dem dritten Lehrjahr. Mit dem Merlo-Radlader holte er sich die Schaufeln direkt vor dem Silo ab, wo seine Kollegen das frische Häckselgut abkippten. Ein guter Job, meinte Till, der dennoch lieber mit abgefahren wäre. „Ich muss ein Auge darauf werfen, dass sich der Schlauch gleichmäßig und gerade füllt“, erklärte Till. Anderenfalls müsse er die Maschine korrigieren. Insgesamt vier Siloschläuche mit je 70 m Länge werden in Ernstroda dieses Jahr gefüllt, weil die Silokapazitäten nicht reichen. „Im Schnitt haben wir jedes Jahr drei Schläuche“, sagt Ausbildungsleiter Arnd Hölzer.  

 

Die guten Maiserträge und -qualitäten reichten durch alle Sorten, die die TZG im Anbau hatte, sagt Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch. Unterschiede bei den Sorten schälten sich in diesem Jahr vor allem bei den Wildschäden heraus: „Manche Sorten schmecken den Wildschweinen offenbar besonders gut“, spielt Grigutsch auf zum Teil gravierende Schäden an. Zwar drille man Weizen- und Gerstenschneisen in die Maisschläge, damit die Jäger bessere Sicht genießen. Genützt habe dies aber wenig. Im Gegenteil: Er habe den Eindruck, die Rotten würden stetig wachsen.

 

Nun, da der Mais geerntet, und der Häcksler, der seit Mitte Mai fast ununterbrochen im Einsatz war, Winterruhe hat, kann man sich in Ernstroda auf das Schlachtfest konzentrieren. Morgen, am Sonnabend (13. Oktober), gibt es ab 8 Uhr auf dem Bauernmarkt der TZG Wurstbrühe, Wellfleisch, Bier und Musik. Bis 14 Uhr werden unter anderem zwei komplette Schweine vor den Augen der Besucher zerlegt sein. Interessierte erhalten nebenbei praktische Tipps und Informationen.

 

 

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