• 2015
  • 17.04.
  • 2015.17.04.

Blüten und Brachen

© Frank Harmann

An Bachläufen und Gräben eignen sich TZG-Flächen für Blühstreifen.

Für die TZG stand frühzeitig fest, für welche Greening-Maßnahmen man sich entscheiden wird. Wobei „frühzeitig“ relativ gesehen werden muss, „weil zum Zeitpunkt der Anbauplanung viele Fragen noch offen waren“, sagt Arnd Hölzer, der in diesen Tagen mit Sara Burkhardt am Invekos- inklusive dem Thüringer KULAP-Antrag sitzt. Ging es doch darum, Greening- und Agrarumweltmaßnahmen aufeinander abzustimmen.

Erfahrungen gesammelt

Zentraler Bestandteil des Greening-Paketes der TZG sind Blühstreifen, die in den letzten Tagen allesamt gedrillt wurden. Mit Blühstreifen habe man Erfahrungen sammeln können, allerdings nicht nur gute: „In Vorgängerprogrammen mussten Blühstreifen fünf Jahre stehen, was uns zum Teil Probleme machte, etwa in trockenen Jahren.“ Nunmehr handelt es sich um einjährige Ansaaten, die, so die Hoffnung, besser zu kontrollieren sein werden.

Saatmischung für Bienenweide

Fünf Saatmischungen bietet den Thüringer Landwirten das KULAP: als Bienenweide, zum Feldvogel- oder Hamsterschutz. In der TZG entschied man sich, auch den natürlichen Gegebenheiten entsprechend, für eine Bienenweidemischung mit 13 Pflanzen, wobei Kleesorten überwiegen. Auf insgesamt 25 ha summieren sich die Streifen,  die je nach Lage zwischen 6 und 20 Meter breit sind. Die meisten Standorte finden sich an Bachläufen.

Kein Klima für Zwischenfrüchte

 Um die Greening-Anforderungen zur Gänze zu erfüllen, entschied sich die TZG daneben für die Stilllegung. Dies betrifft gut 30 ha. „Zwischenfrüchte bergen unter unseren Bedingungen ein großes Risiko, weil wir stets enge Zeitfenster nach der späten Ernte haben“, erklärt Arnd Hölzer. Auch großkörnige Leguminosen seien für den starken Grünlandbetrieb agronomisch schwer zu handhaben. Man denke allerdings noch über den begrenzten Luzerneanbau auf dem einen oder anderen Trockenstandort nach.

Feldmaus auf dem Grünland

Während im Büro die Antragsarbeit erledigt wird, wurden draußen 25 ha Raps umgebrochen und durch Sommerweizen ersetzt, wird Gülle auf die Maisflächen ausgebracht und Dünger auf dem Grünland gestreut. Gegen den massiven Feldmausbefall auf dem Grünland kann man nichts mehr ausrichten. Zudem laufen in der TZG die Vorbereitungen für die  Weidesaison. Die „Kampftage“ des Auftriebs sind erfahrungsgemäß um den 1. Mai.


Foto (li):
Für das Publikum wird am 25. April eine Herde aufgetrieben.

Den Auftakt der Weidesaison

feiert die TZG Ernstroda am 25. April mit dem Auftrieb einer Herde. Parallel dazu wird der 5. Thüringer Rindfleischtag veranstaltet. Neben der Schauzerlegung eines Weiderindes gibt es Informationen rund um die Rindfleischerzeugung samt Kostproben. Kinderprogramm und Markttreiben rahmen das Fest ein. 

25. April, 8 bis 14 Uhr, Bauernmarkt Ernstroda, Feldstr. 6, 99894 Friedrichroda OT Ernstroda

 

 

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