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  • 2013.21.06.

Bilanz und Prognose

Während an vielen Orten in Thüringen in der letzten Nacht wuchtige Gewitter mit heftigen Regenschauern wüteten, blieb es in und um Ernstroda ruhig. Lediglich vier Millimeter sammelten sich im Niederschlagsmesser der TZG. Das freut Pflanzenbauchef Dirk Grigutsch an diesem Freitagmorgen. Denn heute werden die letzten Flächen des ersten Aufwuchses vom Dauergrünland eingebracht. „In dieser Woche lief es wirklich gut. Wir konnten am Morgen mähen und am Nachmittag schon häckseln.“ Fehlte zum Beginn der Ernte am 14. Mai noch Masse, habe man sich zum Ende hin nicht mehr beschweren können: „Die Erträge lagen hier zum Teil über dem Durchschnitt“, sagt Dirk Grigutsch. Viel Ertrag von den weit entfernten Flächen erhöht natürlich den logistischen Aufwand. „Unter dem Strich haben wir dennoch 30 Prozent weniger eingefahren als im Vorjahr“, zieht der Pflanzenbauchef eine erste Bilanz. Die Qualität sei den Umständen entsprechend gut. Montag gehe es in den zweiten Aufwuchs, rund fünf Tage früher als 2012. Da staunt selbst der Pflanzenbauchef. Bis zur Getreideernte, die um den 20. Juli mit der Wintergerste beginnen sollte, plant man in Ernstroda den zweiten Schnitt abzuschließen.

 

Die Wintergerste, so schätzt es Dirk Grigutsch am heutigen Tag ein, wird einen guten Ertrag bringen. Wenn sie stehen bleibt, dürfte auch ausreichend Stroh anfallen. Beim Winterweizen (Monopol), der zum größten Teil auf 40er Böden wächst, seien 60 bis 65 dt/ha drin. „Viel hängt von der anstehenden letzten Qualitätsgabe ab“, weiß der Pflanzenbauchef. Noch sei nicht klar, wie sich die vielen Niederschläge auf die bisherige Stickstoffumsetzung ausgewirkt haben. Die Sommergerste sei zwar auffällig niedrig gewachsen, die Bestände zeigten sich aber dicht und gesund. „Hier wage ich noch keine Prognose.“ Das gilt auch für den Raps, der während der Blüte zwei Wochen lang dem Dauerregen ausgesetzt war.

 

Eine Prognose wagt auch Landwirt-Azubi Kai aus dem ersten Lehrjahr ob seines Einsatzes in der Mähdruschernte. Selbst wenn in der Tierproduktion jede Hand gebraucht wird, sieht er sich im Feldeinsatz. „Getreideabfahren und Anlernzeiten auf dem Mähdrescher wird es mit Sicherheit geben“, präzisiert Ausbildungsleiter Arnd Hölzer. Das sei, im Wechsel mit der Tierproduktion, gängige Praxis für die Azubis. Kai meint es ehrlich, wenn er sagt, ihm sei beides recht, gleichwohl im Ackerbau die Abwechslung größer ist. Allein in dieser Woche war er beim Heuballenverladen, beim Zetten und auf dem Silo im Einsatz. „Im Ackerbau ist mir viel durch den Hof meines Vaters bekannt. Neu dagegen waren die Erfahrungen im Reprostall oder im Melkstand“, zieht er eine zufriedene Bilanz seines ersten Ausbildungsjahres in Ernstroda.

 

 

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