• 2013
  • 09.08.
  • 2013.09.08.

Beste Ergebnisse

Heute saß Dirk Grigutsch schon früh am Telefon, es fielen Begriffe wie „Schwefelsaurer“ und „Raps“.  Der TZG-Pflanzenbauchef verhandelte über den Düngerkauf für das kommende Jahr. Auch die aktuelle Rapsernte war Thema. Die Raps-Vorkontrakte sind bereits erfüllt. 60 ha stehen bei der TZG noch im Feld. „In der Nacht von Dienstag zum Mittwoch hat dem Raps ein Hagelschlag zugesetzt, kein Totalschaden, aber Einbußen“, berichtet Grigutsch. Bereits Mittwochmittag reisten die Schätzer der Bezirksdirektion Gießen der Vereinigten Hagelversicherung zur Begutachtung an. „Den genauen Verlust können wir erst nach dem Drusch benennen.“ Der Pflanzenbauchef rechnet damit, dass der bisherige, für Ernstrodaer Verhältnisse sehr anständige Durchschnittsertrag von 37 dt/ha, gedrückt werden wird. Ohne die genaue Auswertung vorweg zu nehmen, freut sich Dirk Grigutsch über das Ergebnis beim Raps besonders, denn der Bestand wurde mit dem Akra-Düngesystem geführt.

 

Die Wintergerste, die komplett abgeerntet ist, lag fast 10 dt/ha über dem Vorjahr. „72 dt/ha sind für uns ein Spitzenwert.“ Die Gerste bleibt als Futter komplett im Betrieb. „Gut ist für uns natürlich auch, dass wir ordentlich Stroh eingefahren haben, fast 600 Ballen mehr als im Vorjahr“, bilanziert der Pflanzenbauchef. Um die Strohbergung zügig zu bewältigen, kam sogar die Rundballenpresse zum Einsatz, die gewöhnlich nur im Heu eingesetzt wird. Im Winterweizen kann nach der jetzigen kurzen Regenpause Anfang kommender Woche die Mahd im A-Weizen starten, der zu 50 % über Vorkontrakte vermarktet wird. E-Weizen der Sorte Monopol wird wahrscheinlich im Betrieb eingelagert. Die Sommergerste, die „ganz gut steht“,  braucht noch Zeit. Für die neue Rapssaat wird parallel das Saatbett bereitet. Landwirt-Azubi Ricardo aus dem 3. Lehrjahr zieht hier den Grubber, organische Dünger werden ausgebracht.

 

Beim Mistfahren ist heute Theresa dabei, bis zum Dienstag dieser Woche noch Landwirt-Azubi, seit Mittwoch Jungfacharbeiterin. Bis zum Beginn ihres dualen Studiums (Agrarmanagement) an der Berufsakademie in Dresden am 1. Oktober wird sie vor allem im Pflanzenbau eingesetzt, sagt TZG-Ausbildungsleiter Arnd Hölzer. Theresa, die sich während des Studiums - und auch danach - vertraglich an die TZG gebunden hat, schloss im Bereich des Landwirtschaftsamtes Bad Salzungen mit der Note 1,8 als bester Landwirt-Azubi die Lehre ab. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Till wurde sie am Dienstag in Ernstroda praktisch geprüft. In der Tierproduktion ging es in den Melkstand, wo das Melken an sich, dessen Vorbereitung inklusive Zelltest geprüft wurde. In der Pflanzenproduktion musste auf einem Praxisschlag gegrubbert werden, was alle notwendigen Maschineneinstellungen mit einschloss. Beide TZG-Azubis meisterten diesen Teil mit Bravour. Beim Melken kam Till auf eine Zwei, Theresa auf eine gute Drei. Bei Till, der die TZG jetzt verlassen und in einem anderen Agrarbetrieb angeheuert hat, steht unter dem Facharbeiterzeugnis die Gesamtnote 2,0.

 

Derweil sind auch die neuen Azubis angetreten. Nico lernt Landwirt. Paul und Leon wollen Tierwirte werden; die beiden erhalten während der Lehre eine „ausbildungsbegleitende Hilfe“, was Extrastunden für die Theorie bedeuten wird. Arnd Hölzer ist sehr zuversichtlich, dass aus ihnen gute Praktiker werden.

 

 

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