• 2013
  • 18.01.
  • 2013.18.01.

Auf die Welt geholfen

Den heutigen Freitag wird Ute so schnell nicht vergessen. Es ging rund im „Kreißsaal“ der TZG. Sieben Kälber kamen auf die Welt. „An normalen Tagen sind das mal zwei oder drei, manchmal kommt auch gar kein Kälbchen“, sagt die angehende Tierwirtin im ersten Lehrjahr. Seit einiger Zeit arbeitet sie im Reprostall. „Hier gefällt es mir bislang am besten.“ Heute allerdings war trotz der Freude über den Nachwuchs kein leichter Tag. In einem Fall gab es eine Schwerstgeburt. „Ich habe mit geholfen, das Kalb rauszuziehen“, erzählt Ute. Und auch danach hatte sie noch alle Hände voll zu tun, musste sie Ohrmarken einziehen, die Nabelschnurdesinfektion durchführen und dem Muttertier nach den Strapazen den „Kuhtrunk“ zu Stärkung geben. Den Kälbern verabreichte sie zudem die erste Milch.


Um die Mittagszeit ging es erst einmal ruhiger zu. Ute säuberte Halsbänder, die die Kälber bekommen, wenn sie umgesetzt werden. Nach 14 Uhr wartete die Arbeit bei den Iglus. Dort versorgte sie am Nachmittag den älteren Rindernachwuchs. Zwischendurch immer mal wieder der Blick zu „Mini“: So heißt das kleine Kalb, das schon ein paar Wochen alt ist, aber immer noch eine Vorzugsbehandlung etwa mit der Wärmelampe genießt. „Es war ganz mickrig. Wir dachten anfangs, es kommt nicht durch. Jetzt aber hat es schon zugenommen, wir kriegen es groß“, freut sich die Auszubildende. Die Mühe hat sich gelohnt. Dass jedes gesunde Tier wichtig ist für den Betrieb, der mit Milch und tragenden Färsen sein Geld verdient, daran denkt die 17jährige heute bei ihrer täglich Arbeit noch nicht. „Später bestimmt, aber jetzt geht es mir erst einmal nur darum, dass es den Kälbern wirklich gut geht.“ 

 

 

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