• 2012
  • 01.06.
  • 2012.01.06.

25 Millimeter

Als die Agrarmeteorologen Niederschlag für die zweite Wochenhälfte ankündigten, mochten etwa die Ackerbauern im Thüringer Becken noch nicht so recht daran glauben. Höchstens drei Millimeter, also weniger als die Hinterlassenschaft einer Fliege, lautete ihre sarkastische Prognose. 15 mm wurden es. Immerhin.

 

40 Kilometer südlich, in Ernstroda, konnte Ackerbauchef  Dirk Grigutsch je nach Standort zwischen 15 und 25 mm messen. Das sei ganz ordentlich, zumal die Getreidebestände und das Grünland gut durch den Winter und das trockene Frühjahr gekommen sind. Noch ist der 1. Schnitt von knapp 1.200 ha Grünland nicht ganz im Silo. 70 %, so schätzt Dirk Grigutsch, sind bei durchschnittlichen Ertragswerten eingefahren. Weil es am Donnerstag regnete, musste zwar die Ernte unterbrochen werden. Das passte aber haargenau, denn der Claas Jaguar 850 stand zur planmäßigen Wartung einen Tag lang in der Werkstatt. Die vier Abfahrer, darunter Landwirt-Azubi Matthias aus dem 3. Lehrjahr, konnten nachhause.

 

Auch heute, am Freitag, war für sie Ruhetag - Im Gegensatz zu ihrem Kollegen, der mit dem Big M bereits wieder seine Runden drehte. Am Wochenende soll der Häcksler schon wieder das Schwad aufnehmen und die Futterbergung geht weiter. Das dauert noch bis zur Getreidemahd an. Denn wenn die letzten Weiden gemäht sind, ist in Ernstroda bereits der 2. Aufwuchs reif.  Mit insgesamt 18.000 t Grassilage kalkuliert der spezialisierte Rinderaufzucht- und Milchviehbetrieb pro Jahr, berichtet Dirk Grigutsch.

 

In zwei Wochen wartet auf den 43-Jährigen die letzte Prüfung seiner Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister. Mit der Fremdbetriebsbeurteilung ist es die Köngisdisziplin der berufsbegleitenden Qualifikation. Dirk Grigutsch hatte schon im Vorgängerbetrieb der TZG, der LPG (P) Grünland Schönau vor dem Walde, gelernt. Nach der Wende steuerte er Schlüsselmaschinen im Ackerbau. Mit 40 wollte er es noch mal wissen und meldete sich für den Meisterkurs an. Mit Freistellungen und der passenden Schichtplanung unterstütze die TZG ihre „Nachwuchs“-Führungskraft. Vor knapp einem halben Jahr, mitten im Meisterkurs, wurde ihm dann die Verantwortung für den Pflanzenbau in der TZG übertragen. Eine stressige Zeit sei es gewesen, sagt Dirk Grigutsch, die rechtzeitig vor der Getreideernte zu Ende geht… 

 

 

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