• 2018
  • 01.08.
  • 2018.01.08.

Finale bei den Feldfrüchten

© Wolfgang Herklotz

Heiko Weiß prüft die Weizenkörner.

Bildergalerie: Finale bei den Feldfrüchten


Die Kampagne hatte in der dritten Junidekade begonnen, gut 14 Tage früher als üblich. Doch die Ergebnisse lassen keine Freude aufkommen. „In diesem Jahr kam wieder mal alles ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten“, meint Vorstand Heiko Weiß. Beim Weizen liegen die Erträge zwischen 25 und 50 dt/ha, beim Roggen zwischen 20 und 40 dt/ha. Auch der Raps enttäuschte mit 19 bis 24 dt/ha. Die Ertragsdifferenzen sind nicht nur der langen Trockenheit geschuldet. „Sie zeigen auch sehr deutlich, wo der Boden noch etwas Feuchtigkeit abbekommen hat und wo nicht“, so Weiß. Positiv überrascht ist er von der mitunter sehr guten Weizen- und Roggenqualität. Ein Teil davon kann als Brotgetreide verarbeitet werden.
 

Zweiter Schnitt „unter der Gürtellinie“

Große Sorgen bereitet den Mittenwaldern vor allem  die Bereitstellung von Anwelksilage. Während der erste Schnitt vom Grünland noch in guter Qualität und Menge geborgen werden konnte, war der zweite „unter der Gürtellinie“, wie Heiko Weiß betont. „Wir hoffen, dass es endlich wieder mal Regen gibt, damit wir noch einen vernünftigen dritten Schnitt einfahren können.“ Auch der Mais  braucht dringend Niederschlag. Dieser dürfte aber für den Teil der Kartoffeln, die nicht beregnet werden konnten, ohnehin zu spät kommen. Die Knollen haben längst das Wachstum eingestellt, fangen gar schon zu keimen an. In Summe werden die Speise- und Stärkekartoffeln nur mittelmäßige Erträge liefern, schätzt Weiß ein.

Künftig mehr Grünroggen im Anbau

Im Unterschied zu anderen Betrieben ist die Versorgung der Milchkühe in Mittenwalde nicht gefährdet. „Wir haben noch genug Reserve an Mais. Zukünftig werden wir noch mehr Grünroggen anbauen, um sicherzugehen“, betont Heiko Weiß. Verdruss bereitete ein Stoppelbrand bei Ragow der sich in der 26. Kalenderwoche auf mehr als acht Hektar ausgebreitet hatte. Dank des schnellen Eintreffens der Feuerwehr und Unterstützung durch betriebseigene Technik konnte ein Übergreifen auf weitere Flächen verhindert werden. „Leider haben wir auch in diesem Jahr und damit zum dritten Mal in Folge nicht die erhoffte Erntemenge einfahren können. Aber resignieren kommt nicht infrage“, so Heiko Weiß.

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