• 2013
  • 13.01.
  • 2013.13.01.

Zuckerrüben: Wieder hohe Qualitätszahl

Sehr hoch waren die Erwartungen an den Zuckerrübenertrag nicht. „Bei der letzten Ertragsschätzung im November sind wir von 520 dt/ha ausgegangen“, sagt Heike Weiß, Bereichsleiterin Feldbau im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch. Ein eher ungünstiger Witterungsverlauf 2012 und ein Hagelschlag im Juli ließen nicht viel mehr erwarten. Am Ende wurden es dann doch 560 dt/ha, wie die Abrechnung der Rübenlieferung an die Zuckerfabrik Brottewitz ergab. Die Menge und der Zuckergehalt von 18,5 % liegen zwar unter den Durchschnittswerten des gesamten Einzugsbereichs der Zuckerfabrik Brottewitz. „Aber“, so die Bereichsleiterin, „unter den gegebenen Umständen können wir zufrieden sein.“ Immerhin: Bei der Qualitätszahl, die sich aus den Gehalten an Kalium, Natrium und Stickstoff sowie dem Standardmelasseverlust ergibt, liegt Köllitsch mit einem Wert von 96 wieder deutlich über dem Brottewitzer Durchschnitt von 87.

Erst kurz vor dem Jahreswechsel waren die im November gerodeten und in Mieten abgelagerten Rüben verladen und nach Brottewitz transportiert worden. Kurzfristig war der avisierte Termin am 27. Dezember um einen Tag verschoben worden – zum Glück, denn so musste nicht schon am zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Abdecken der Vliese von den Mieten begonnen werden. Auch das Wetter erwies sich als günstiger. „Nach dem Regen an den Tagen vorher blieb es am 27. Dezember trocken“, blickt Heike Weiß zurück. Der einsetzende Wind und die milden Temperaturen ließen die Vliese abtrocknen, was das Abdecken erleichterte. Am frühen Morgen des 28. Dezembers begann das Verladen, bis zum 29. Dezember morgens um 5 Uhr waren alle Rüben in Brottewitz.  Laut verkehrsrechtlicher Anordnung des Landratsamtes Nordsachsen war die Straße während des Verladens aufwändig mit Warnbaken gesichert worden. „Es wäre von Vorteil, wenn es in dieser Hinsicht Vereinfachungen geben könnte“, meint die Köllitscher Feldbauleiterin.

Trotz des gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Ertrags – 2011 erntete man 667 dt/ha – hat das LVG in diesem Jahr seine Vertragsrübenmenge um 259 t überliefert. Laut Anbauplaner der Südzucker AG müsste dies in diesem Jahr eine deutliche Reduzierung der Anbaufläche nach sich ziehen. Statt wie im Vorjahr auf knapp 36 ha, würden dann in diesem Jahr nur 26 ha mit Zuckerrüben bestellt.  „Ich denke, wir werden am Ende bei etwa 30 ha Anbaufläche liegen“, schätzt Heike Weiß.

 

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