• 2014
  • 15.07.
  • 2014.15.07.

Wintergerste ist im Lager

© Karsten Bär

Knapp 94 ha Wintergerste standen Anfang Juli auf den Flächen des Lehr- und Versuchsgutes (LVG) auf dem Halm. Inzwischen ist der Ertrag dieser Kultur komplett im Lager, und alles, was der Betrieb nicht für den Eigenbedarf benötigt, bereits verkauft. Der Probedrusch, zu dem am Donnerstag, 3. Juli, der erste Mähdrescher aufs Feld fuhr, ging fließend in die Ernte über. Vier Tage später konnte sie abgeschlossen werden konnte. „Gerade noch rechtzeitig, bevor die regnerischen Tage der vergangenen Woche einsetzten“, sagt LVG-Leiter Ondrej Kunze. „Wir haben deshalb auch mächtig Gas gegeben.“  Gut ein Drittel des Strohs, das als Einstreu und teils auch zu Fütterungszwecken Verwendung findet, ist ebenfalls eingebracht. Der Rest allerdings lag zum Wochenende noch auf dem Feld. „Klatschnass“, wie Ondrej Kunze bedauert. Es muss nun gewendet und gelüftet werden. Sobald es trocken ist, wird es gepresst und eingelagert.

Nach enttäuschenden Erträgen im vergangenen Jahr, als die Wintergerste nur um die 50 dt/ha brachte, sind diese Mal deutlich bessere Werte zu vermelden. Je nach Schlag holten die Köllitscher zwischen 75 und 87 dt vom Hektar. „Im Durchschnitt liegen wir über 80 dt/ha“, so der Betriebsleiter. Und dies bei guter Qualität. Der größte Teil der Wintergerste wird vom LVG für die Fütterung der eigenen Viehbestände verwendet. Gebraucht werden um die 550 t jährlich. Da aus der Vorjahresernte noch rund 100 t im Lager waren, wurden nur 450 t eingelagert, der Rest verkauft.  

Zur Köllitscher Wintergerstenanbaufläche zählten auch in diesem Jahr wieder Flächen, auf denen Praxisdemonstrationen verschiedener Sorten angelegt worden waren. Dies geschah mit sechs Sorten auf insgesamt 26 ha. Die Sorten-Demonstration sei kein offizieller Landessortenversuch, betont Ondrej Kunze. „Wir wollen lediglich zeigen, wie sich die verschiedenen Sorten unter den regionalen Bedingungen hier in Ostelbien im praktischen Anbau darstellen“ Dies sei gut gelungen und habe einen nahezu perfekten optischen Vergleich ermöglicht. Insbesondere bei der Standfestigkeit waren deutliche Unterschiede zu erkennen.   

Nach Abschluss des Wintergerstendruschs wartet man im LVG nun auf etwas stabileres Wetter, um die Ernte fortsetzen zu können. Zunächst wartet der Raps auf insgesamt 82 ha darauf, gedroschen zu werden. Die Mähdrescher sind bereits für die Ernte dieser Kultur vorbereitet worden. „Vielleicht kann es schon heute losgehen“, hofft Betriebsleiter Kunze. Weiter geht es danach mit den anderen Getreidearten: 150 ha Winterweizen, 12 ha Sommergerste, 38 ha Hafer und 9 ha Triticale stehen auf dem Halm. Darüber hinaus sind noch 14 ha Erbsen zu ernten.

Karsten Bär

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