• 2013
  • 19.07.
  • 2013.19.07.

Wintergerste bleibt unter Erwartungen

Nicht ganz zufrieden war Heike Weiß, Leiterin des Bereichs Pflanzenproduktion, mit den Ergebnissen beim Erntestart am Montag dieser Woche in der Wintergerste. Sie wächst im LVG heuer auf 100 ha, die - so sich das Wetter hält - bis zum Wochenende mit einem Claas 450 und einem New Holland CX 8060 abgeerntet sind. Angebaut haben die Köllitscher Landwirte bei der Marktfrucht, die im Bereich Tierproduktion als Futter dient, diesmal hauptsächlich die Sorten Laverda, Highlight und Naomie. Außerdem stehen als Anbauversuch auf kleineren Flächen die Gerstensorten Metaxa und Lomerit.  „Ich hatte nach dem optischen Eindruck der Schläge eigentlich mehr erwartet als die 50 dt pro Hektar, die sich nun abzeichnen“, so die Pflanzenbauchefin. Die lange Kälte im Frühjahr habe wohl die Bestockung und später auch die Ährenausbildung gebremst. „Wenn man sich die Ähren aber anschaut, sieht man, dass oben Körner fehlen“, erläutert Heike Weiß.


Hinzu komme stellenweise eine recht starke Verunkrautung im Bestand. So habe sich in einem der Gerstenschläge eine für den Schutz von Feldvögeln frei gelassene so genannte Kiebitzinsel zu einem regelrechten Disteleldorado entwickelt. Das Ackerunkraut breitete sich dann auch schnell über die Freifläche weiter aus. Damit weiß man allerdings umzugehen, da das LVG Köllitsch bei der Feldbestellung seit langem bewusst auf Totalherbizide wie Glyphosat verzichtet. Um Schimmelbildung vorzubeugen und die Futterqualität zu gewährleisten, wird die Gerste vor der Einlagerung gegebenenfalls nun noch mal mit Sieben gereinigt.


Zum Wochenbeginn wurde zudem auf  47 ha Grünland gemäht. Darunter waren auch Wiesen, die vom Hochwasser überflutet waren. Analysen hatten ergeben, dass hier nach dem Regen keine Schadstoffbelastung besteht. Trotzdem wurde vorsorglich höher als üblich geschnitten, um Verunreinigungen auszuschließen. Wenn alles klappt, wird das Grummetheu am Wochenende reingeholt.


Bis es als nächstes in den Raps geht, bleibt vermutlich etwas Zeit. „Die brauchen wir auch, um die von den Mähdreschern abgelegten Strohschwaden zu drehen“, sagt Heike Weiß. Denn auch die Unkräuter im Gerstenstroh müssen vor dem Pressen zu Quaderballen richtig durchtrocknen.   Wolfgang Rudolph

 

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