• 2014
  • 07.02.
  • 2014.07.02.

Vorbereitungen auf den Landesmelkwettbewerb

© Karsten Bär

Bereichsleiter Rüdiger Naumann mit den Kühen, die für das Handmelken ausgewählt wurden.

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Alle zwei Jahre findet der Landesmelkwettbewerb statt. Und aller vier Jahre ist Köllitsch - gemeinsam mit zwei weiteren Betrieben - Austragungsort für den beruflichen Vergleich, der vom Landeskontrollverband (LKV) und dem Verein Sächsischer Melker organisiert wird.


 Für Rüdiger Naumann, seit dem vergangenen Frühjahr Bereichsleiter Rinder im LVG, ist es das erste Mal, dass er in die Vorbereitungen für einen solchen Wettbewerb eingebunden ist. „Ich hätte nicht gedacht, dass es dafür eine solche Menge zum Teil richtig standardisierter Vorbereitungen zu treffen gibt, bis hin zur Auswahl der Kühe“, sagt er. Um gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer zu schaffen, müssen beispielsweise die zu melkenden Rinder zusammengestellt werden. „Da muss geschaut werden: Welche Kuh ist schwermelkend, welche ist vielleicht zu zapplig und so weiter“, erzählt er. Kein Melker soll mit schwierigeren Kühen zu tun haben, als seine Mitkonkurrenten. Auch die Kühe, die für das Probemelken vorgesehen sind, bei der die Mitarbeiter vor Ort die Norm für den Wettbewerb setzen, sind auszusuchen. Der Auswahl folgt die Kennzeichnung. Beim Wettbewerb selbst kommt es darauf an, dass die jeweiligen Tiere dann auch entsprechend in den Fischgrätenmelkstand getrieben werden.


In den vergangenen Tagen wurden zudem von Mitarbeitern des LKV noch eine Menge technischer Untersuchungen vorgenommen. Alle Melkplätze, die komplette Pulsation, das Melkzeug und selbst die Konzentrationen der Reinigungsmittel wurden einer Überprüfung unterzogen. Und der Betrieb selbst will sich auch vom äußeren Bild her den Wettbewerbsteilnehmern und der Jury von seiner besten Seite zeigen. „Es wird noch mal ein ,Putzkommando´ losgeschickt“, so LVG-Leiter Ondrej Kunze. „Wir wollen schließlich einen guten Eindruck hinterlassen.“


Insgesamt  15 Teilnehmer werden im Köllitscher Fischgrätenmelkstand  ihr Können unter Beweis stellen. Darüber hinaus werden sechs Handmelker im LVG antreten. Auch für sie müssen geeignete Kühe ausgesucht werden. „Das war wirklich schwierig“, macht Rüdiger Naumann deutlich. Die züchterische Entwicklung hat seit den Zeiten, als noch mit der Hand gemolken wurde, bekanntlich nicht halt gemacht. „Die Tiere sind auf gute Melkbarkeit gezüchtet, das geht einher mit relativ kurzen Euterstrichen.“ Und die Zitzen seien meist so kurz, dass sie zum Handmelken kaum geeignet sind. „Außerdem muss das Milchstadium passen und die Melkbarkeit gewährleistet sein“, fügt der Bereichsleiter hinzu. Doch drei Kühe, davon eine als Reserve, stehen inzwischen separat bereit – und werden bereits seit einigen Tagen von Mitarbeitern, die darin bewandert sind, per Hand gemolken.
Stattfinden werden in Köllitsch neben den praktischen Prüfungen im Fischgrätenmelkstand und im Melken mit der Hand auch der fachtheoretische und der fachpraktische Teil des Wettbewerbs. Für die Teilnehmer in den Kategorien Einzelkarussellmelken und Team-Karussellmelken wird der praktische Teil des Wettbewerbs jedoch in Nachbarorten von Köllitsch stattfinden: in der Kategorie Team-Karussellmelken in der Agrargenossenschaft Arzberg, in der Kategorie  Einzel-Karussellmelken in der Kaisaer Agrargenossenschaft.


Mit dem Probemelken in den beteiligten Betrieben startet am Sonntag der Landesmelkwettbewerb. Offizielle Eröffnung ist am Dienstagvormittag im Köllitscher Speicher.

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