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  • 2012.21.04.

Viel Arbeit für gesunde Füße

Der Aufwand ist beträchtlich: Von Montag und bis zum gestrigen Freitag drehte sich im Bereich Rinderzucht im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch alles um den halbjährlichen Klauenschnitt. Knapp 200 Milchkühe und die Nachzucht ab einem Alter von einem Dreivierteljahr mussten nacheinander in den Klauenpflegestand, wo René Weidner von der Genossenschaft Klauenpflege eG sich fachmännisch der Rinderfüße annahm. Mit den Vor- und Nachbereitungen waren zudem zwei bis drei Mitarbeiter des LVG beschäftigt. Da die drei Ställe über das Gelände verteilt sind, müssen die Tiere erst herangeschafft werden. Gestartet werden konnte täglich erst ab 8 Uhr, denn zuvor wird noch gemolken.

Zwei Mal im Jahr wird der Herdenschnitt durchgeführt. Mit der Genossenschaft Klauenpfleger besteht darüber hinaus ein Pflegevertrag, so dass einmal die Woche auffällige Tiere behandelt werden. Als optimal sieht Beate Lux, Bereichsleiterin Rinderzucht im LVG, die Klauengesundheit der Herde allerdings noch nicht an. „Wir sind nicht schlecht, aber auch nicht die Besten in diesem Bereich“, meint die Bereichsleiterin. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Haltungsformen und –bedingungen, die notwendig sind, um die im LVG laufenden Versuche zu ermöglichen. Versuche laufen auch zur Klauengesundheit – nicht immer kann man abschätzen, wie wirksam die jeweilige Methode ist.

Ein kürzlich gestartetes Projekt untersucht, inwiefern ein anderes System der Klauenpflege Vorteile verspricht. Dabei wird nicht mehr auf den pauschalen Herdenschnitt gesetzt, sondern in Abhängigkeit von der individuellen Klauengesundheit für jede einzelne Kuh ein Plan erarbeitet, wann der nächste Klauenschnitt notwendig ist. Ziel ist es, vorbeugend tätig zu werden und nicht erst zu handeln, wenn Probleme auftreten. „Der Aufwand ist dadurch allerdings höher und weniger planbar“, meint Beate Lux. Inwiefern der Nutzen den Aufwand überwiegt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. An dem Projekt beteiligt sind außer dem LVG noch weitere Betriebe.

 

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