• 2016
  • 18.03.
  • 2016.18.03.

Reservesieg in Kölsa geholt

© Karsten Bär

Ein gut prämierter Bock. Der Reservesieger der diesjährigen MFS-Elite wird vom Köllitscher Schäfer Samuel Mieth durch den Ring in Kölsa geführt.

Mehrere Prämierungen und ein beachtlicher Verkaufspreis bei der Auktion – der Weg ins nordsächsische Kölsa zur Merinofleischschaf-Elite hat sich für das Lehr und Versuchsgut (LVG) Köllitsch in diesem Jahr gelohnt. Nicht ganz so erfolgreich, aber dennoch zufriedenstellend, verlief auch die an den beiden Tagen zuvor ebenfalls in Kölsa stattfindende Schwarzkopf-Elite.

 

Mit drei Böcken dabei

Mit drei Böcken der Rasse Merinofleischschaf (MFS) war das LVG zur Elite nach Kölsa gefahren. Und die Bilanz kann sich sehen lassen. Ein 13 Monate alter Bock, der mit den Noten 8/7/7 für Wolle Bemuskelung und Exterieur  gekört worden war, wurde nicht nur in seiner Klasse mit 1a prämiert, sondern auch Sieger der jüngeren Klassen und zu guter Letzt Reservesieger der gesamten Elite-Veranstaltung. Hinzu kommen seine Prämierungen als Woll-Reservesieger und als Reservesieger für den Titel der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch (WDL). Die bestätigte Qualität des Tieres zahlte sich im wahrsten Sinne des Wortes aus: Bei der Auktion erzielte der Vererber einen vergleichsweise beachtlichen Preis von 1600 Euro.

Der zweite Bock, der mit den Noten 8/8/7 gekört worden war, erhielt eine 1b-Prämierung. Das dritte Tier wurde mit 1e prämiert  – innerhalb einer Klasse gestartet, sei diese Abstufung der Tiere eines Betriebes auch bei guter Qualität zwangsläufig, erklärt Birgit Kurze, Bereichsleiterin Schweine und Schafe im LVG. Der Gesamteindruck der drei MFS-Vererber aus Köllitsch war jedenfalls ein sehr guter: Die Preisrichter kürten das Trio zur zweitbesten Züchtersammlung der Veranstaltung. Zudem wurde dem LVG der Ehrenpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) für besondere züchterische Leistungen verliehen.

 

Auch SKF-Böcke prämiert

Nachdem im vergangenen Jahr kein einziger sächsischer Jungbock der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf (SKF) die notwendigen Voraussetzungen für die Teilnahme an der Schwarzkopf-Elite erfüllte, war in diesem Jahr auch aus dem Freistaat wieder Qualität im Ring zu sehen. Das LVG trieb in Kölsa zwei Tiere auf. Am erfolgreichsten schloss der mit den Noten 7/7/7 gekörte Jungbock ab, der eine 1b-Prämierung erhielt und WDL-Reservesieger wurde. Das zweite Tier wurde mit 1e prämiert.

Mit dem Abschneiden in Kölsa zeigte sich Birgit Kurze im Nachgang sehr zufrieden. Die guten Prämierungen und der Verkauf aller fünf vom Betrieb aufgetriebenen Böcke sprechen für sich. Viel zum Erfolg beigetragen hätte der Jungschäfer des LVG, Samuel Mieth, der die Tiere sehr gut vorbereitet habe. „Gut führige Tiere sind wichtig für die Präsentation“, so die Bereichsleiterin. „Da steckt sehr viel Arbeit drin.“ Der 24-Jährige hatte einst im LVG Köllitsch seine Lehre absolviert, danach einige Zeit in Niedersachsen gearbeitet. Nachdem er 2013 wieder nach Köllitsch kam, hatte er parallel den Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung begonnen. Die hat Samuel Mieth nun dieser Tage abgelegt – das genaue Ergebnis wird allerdings erst in einigen Wochen bekanntgegeben.

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