• 2014
  • 25.07.
  • 2014.25.07.

Regen stoppt den Zieleinlauf

© Karsten Bär

Nach der Ernte geht es weiter: An den Rapsdrusch schloss sich das Mulchen der Rapsstoppeln an.

Vier, fünf Hektar Weizen waren auf dem Schlag noch zu dreschen, dann brach sich am Mittwochabend ein urplötzlich aufziehendes Gewitter Bahn. Die mit Korn gefüllten Anhänger mussten zügig abgedeckt werden, die Drescher schnell die Bunker schließen. Nichts ging mehr. „Den Rest hätten wir gern noch vom Feld geholt“, bedauert Betriebsleiter Ondrej Kunze. Doch das muss nun erst einmal warten. „Aber die letzten Jahre war es immer so“, erzählt er. „Kurz vorm Ziel wird das Wetter wechselhaft und der Ernteabschluss zieht sich hin.“

Noch zwei Druschtage

Immerhin: Den Großteil der Ernte hat das LVG in den vergangenen Wochen bereits eingebracht. Und dies, obwohl zwischendurch eine kleinere Havarie an einem der beiden Mähdrescher des Betriebes die Ernte-Schlagkraft für einige kurze Zeit halbierte. Nachdem die Wintergerste bereits Anfang Juli komplett gedroschen war und danach einige Tage Regenpause abgewartet werden mussten, fuhren die Mähdrescher Dienstag vergangener Woche in den Raps. Nahtlos schloss sich der Drusch von Triticale, Sommergerste und Weizen an. Auch 14 ha Futtererbsen sind eingebracht. Auf dem Halm stehen jetzt noch rund 20 ha Weizen und 38 ha Hafer.

Erträge stellen zufrieden

Sehr zufrieden zeigt sich der Betriebsleiter mit den Erträgen. Je nach Schlag waren beim Raps 35 bis 46 dt/ha geerntet worden, im Durchschnitt ca. 42 dt/ha. „Dazu sagen muss man, dass die Erträge auf unseren Flächen zum Teil auch durch verschiedene Versuchsanstellungen beeinflusst werden“, erklärt Ondrej Kunze. So wurden unter Regie von Pflanzenbauexperten des Landesamtes unter anderem Versuche zur Einzelkornaussaat und mit unterschiedlichen Reihenweiten durchgeführt. Hinzu kommen bestimmte selbst auferlegte Bearbeitungseinschränkungen im Sinne des Vogel- und Artenschutzes, bei denen zum Beispiel auf dem Vorgewende nur stark reduziert Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Auf Schlägen, auf denen das LVG Raps-Sortendemonstrationen angebaut hatte, die darstellen sollen, wie sich verschiedene Sorten unter den regionalen Bedingungen im praktischen Anbau darstellen, sind hingegen teilweise über 50 dt/ha gedroschen worden. Der Ertrag der Triticale lag bei über 80 dt/ha, der Weizen brachte je nach Schlag zwischen 65 und 90 dt.

Stoppelsturz und Zwischenfrüchte

Auch die Bergehallen sind nunmehr wieder gut mit Stroh gefüllt.  „In diesem Jahr haben wir erstmals seit einiger Zeit wieder Stroh häckseln und auf dem Feld lassen können“, berichtet der Betriebsleiter. Was nach der Strohknappheit der vergangenen beiden Jahren fast schon an Luxus grenze.

Untätig bleibt die Köllitscher Feldbauabteilung auch während der aktuell wechselhaften Tage nicht. Wo noch nicht geschehen, wird derzeit die Stoppelbearbeitung durchgeführt. Und auf rund 150 ha Fläche sollen dieser Tage noch Zwischenfrüchte ausgesät werden.

Karsten Bär

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