• 2013
  • 02.06.
  • 2013.02.06.

Nolanas waren der Renner bei der Lämmerbörse

Noch immer gelten sie nur als Rasseexperiment – dennoch erfreuen sich Nolana-Schafe offenbar großer Beliebtheit insbesondere bei Haltern kleinerer Bestände. Bei der gestrigen Lämmerbörse im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch sind alle 20 angebotenen Tiere des Nolana-Zuchtprogramms verkauft worden. LVG-Leiter Ondrej Kunze zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Auktion. Insgesamt wurden knapp 30 Tiere – unter ihnen sowohl Nolanas, als auch Merino- und Schwarzköpfige Fleischschafe, versteigert, keines ging unter einem Preis von 100 Euro an den Käufer.

Immer wieder gibt es Nachfragen nach Zuchttieren aus dem Köllitscher Bestand. Um den Aufwand für den Betrieb etwas zu minimieren, habe man sich entschlossen, den Verkauf an einem zentralen Termin zu bündeln, so Ondrej Kunze. Im Vorjahr ging das LVG erstmals diesen Weg: Beim Tag der offenen Tür des Betriebes wurde erstmals eine Lämmerbörse veranstaltet. „Das war damals einer von etlichen Höhepunkten des Tages – und ging dementsprechend etwas unter“, blickt der LVG-Leiter zurück. Zehn Tiere wurden damals verkauft.

Dieses Mal war das Interesse größer, obwohl viele der erwarteten Schafhalter kurzfristig ihre Teilnahme an der Auktion absagten. Denn der Dauerregen war nicht eben einladend und vielerorts in Sachsen zeichnete sich bereits Hochwasser ab. Dennoch fanden sich viele potenzielle Käufer ein, unter ihnen auch Interessenten aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und selbst aus Thüringen. Durchgeführt wurde die Börse unter Regie des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes. Zuchtwart Hanno Franke leitete gekonnt die Versteigerung. Geboten wurde in Fünf-Euro-Schritten – wobei es durchaus zu dem einen oder anderen „Bieter-Duell“ um einzelne Lämmer kam. Ausgangspreis waren 3 Euro je Kilogramm Lebensgewicht des jeweiligen Tieres, das bei der Lämmerbonitur am vergangenen Montag ermittelt worden war.

Während insgesamt fünf Merinos und drei Schwarzköpfige Fleischschafe meistbietend unter den Hammer kamen, zeigten sich die Nolanas als wahrer Verkaufsschlager, die allesamt verkauft wurden. Schließlich entfällt bei Tieren des Rasseexperiments das Scheren, denn die Schafe verlieren ihre Wolle größtenteils von selbst. Das macht sie für viele Hobby- oder Nebenerwerbshalter interessant.

 

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