• 2013
  • 26.02.
  • 2013.26.02.

Noch ein Titel: Bulle Borneo wird in Meißen Reservesieger

Die Schärpe war ihm dann doch nicht ganz geheuer: Ruhig und unaufgeregt hatte sich Borneo von LVG-Mitarbeiter Michael Kuhn durch den Ring im Masterrind-Vermarktungszentrum in Meißen führen lassen. Doch als Masterrind-Geschäftsführer Cord Höltje dem Limousinbullen die verdiente Ehrung zuteilwerden lassen wollte, machte er doch vorsichtshalber ein paar Schritte rückwärts. Um seinen Erfolg brachte ihn seine Schüchternheit aber nicht: Der Bonus-Sohn aus Köllitscher Zucht – der jüngste unter den 40 bei der Zentralen Fleischrindkörung der Masterrind GmbH in Sachsen aufgetriebenen Vererber – wurde von der Körkommission zum Reservesieger der Schau bestimmt. Eine „enorme Entwicklung“ hatte Clemens Braschos, Zuchtleiter Fleischrind bei der Masterrind, dem Tier bescheinigt, seine Rahmigkeit und beste Tageszunahmen gelobt. „Um diesen Bullen kam man einfach nicht herum“, schilderte Braschos die Beweggründe für das Richturteil. Nur ein Fleckviehbulle aus dem Stall des erfolgreichen Frohburger Züchters Lutz Marticke übertraf die Wertschätzung der Körkommission noch.

In der Fleischrindzucht haben die Köllitscher einfach ein glückliches Händchen. Der Reservesieg für Borneo schließt sich nahtlos an den tollen Erfolg auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche an. Bei der Bundesschau der Angusjungrinder hatte das LVG mit fünf Färsen teilgenommen – und neben einigen guten Platzierungen auch den Bundessieg in der Kategorie der Färsen bis zwölf Monate mit nach Hause gebracht. Texas Lady heißt das vielversprechende „Mädel“, das eine Tochter von Texas Red ist und künftig für die weitere Zuchtarbeit in Köllitsch zur Verfügung stehen soll.

Limousinbulle Borneo hingegen wird in Zukunft anderswo für Nachwuchs sorgen. Bei der Auktion, die sich der Körung im Meißner Vermarktungszentrum anschloss und bei der mit dem Reservechampion der Auftakt für die Gebote gegeben wurde, ist von einem niedersächsischen Zuchtbetrieb ersteigert worden. Das Interesse an dem Tier war beachtlich: Bei 4800 Euro fiel schließlich der Hammer des Auktionators.

In Köllitsch werden rund 100 Mutterkühe der Rassen Angus, Fleckvieh und Limousin gehalten. Ziel ist es, in erster Linie Zuchttiere zu produzieren. Immer wieder kann das Lehr- und Versuchsgut dabei auf Spitzentiere verweisen. Etwa auf den Angusbullen Frodo, der 2011 bei der agra in Leipzig Grand Champion des Mitteldeutschen Fleischrindwettbewerbs wurde.

An der Fleischrindschau in Meißen hatte sich das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch noch mit einem Fleckviehbullen beteiligt, der immerhin eine 1b-Platzierung erreichen konnte.

 

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