• 2012
  • 21.03.
  • 2012.21.03.

Mit sieben Böcken zur Auktion

Mit drei Böcken der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf ist das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch dieser Tage im nordsächsischen Kölsa bei der 19. Schwarzkopf- und 17. Suffolk-Elite-Bockauktion vertreten. Dort werden sie sich dem Vergleich mit rund 110 Böcken dieser Rassen aus dem gesamten Bundesgebiet stellen. Die Tiere haben bei einer Hofkörung in Köllitsch im Januar beste Ergebnisse erhalten und sind daher berechtigt, an der Bundeselite teilzunehmen. Heute läuft die Auktion. „Wir hoffen natürlich darauf, dass wir dabei eine Anerkennung für unsere züchterische Arbeit bekommen“, sagt Birgit Bergel, Bereichsleiterin Schafe und Schweine im LVG Köllitsch.

Ab morgen dann schließt sich am gleichen Veranstaltungsort die Mitteldeutsche Bockauktion der Schafzuchtverbände Brandenburgs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens sowie Niedersachsens an. Auch hierbei beteiligt sich das LVG: Aufgetrieben werden vier Böcke der Rasse Merino-Fleisch und einer der Rasse Schwarzkopf-Fleisch. Am Freitag werden die Vererber versteigert.

Die Vorbereitungen auf die Schau und Auktion laufen bereits seit Monaten. Zu vom Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband festgelegten Terminen wurden sie geschoren, um die Vergleichbarkeit der Wollleistung zu gewährleisten. Seit Dezember bemühen sich Schäfermeister Gerald Griethe und Schäfer Eitel Weißer darum, die Tiere führig zu machen. „Die müssen laufen wie ein Hund an der Leine“, beschreibt es Griethe. Viel Fürsorge sei notwendig, um die Böcke auf ihren Auftritt vorzubereiten.

Das LVG hält in Herdbuchzucht 100 Mutterschafe und vier Stammböcke der Rasse Merino-Fleisch sowie 50 Mutterschafe und drei Stammböcke der Rasse Schwarzkopf-Fleisch. Darüber hinaus werden 80 Mutterschafe der Rasse Nolana gehalten, die bis jetzt noch als Zuchtexperiment gilt. Sie verlieren ihre Wolle selbst – was insbesondere für Hobby- und Kleinhalter interessant ist, da der Arbeits- und Organisationsaufwand für das Scheren entfällt. In Sachen Merino-Zucht ist Köllitsch im Übrigen ein traditionsreicher Standort: Seit 110 Jahren stehen hier und in den früheren Nachbargütern Schafe dieser Rasse. In Sachsen ist das Lehr- und Versuchsgut einer von drei Betrieben, die noch Tiere dieser vom Aussterben bedrohten Nutztierrasse züchten.

 

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