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  • 2013.19.01.

Mit fünf Färsen zur Angus-Bundesschau

Am Montag geht es nach Berlin: Mit fünf Färsen beteiligt sich das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch an der 1. Jungrinder-Angus-Bundesschau auf der Internationalen Grünen Woche. Auf großen Schauen ist Köllitsch so gut wie immer vertreten. „Das ist ganz wichtig“, meint Michael Kuhn, stellvertretender Bereichsleiter Rinder im LVG. „Wenn man Zuchttiere verkaufen will, muss man sich zeigen.“ Die ausgewählten Färsen weisen gute Gewichtszunahmen und ein vielversprechendes Exterieur auf. Ob dies die Preisrichter überzeugt, wird sich am 22. Januar im Ring der Tierhalle in Berlin zeigen. Fest steht jedoch: „Wir haben eine der besten Angusherden Deutschlands“, ist  der LVG-Mitarbeiter überzeugt und verweist auf den Bullen Frodo, der 2011 bei der agra in Leipzig Champion der Fleischrindschau wurde und jahrelang einen Spitzenplatz auf der Liste der besten Angusbullen Deutschlands belegte.

In den vergangenen Wochen haben Michael Kuhn und seine Mitarbeiter die Tiere auf ihren großen Auftritt vorbereitet und führig gemacht. Dabei setzt der stellvertretende Bereichsleiter vor allem auf Ruhe und Geduld. „Wir arbeiten nach der Methode von Monty Roberts“, erklärt er. Die Herangehensweise des als „Pferdeflüsterer“ bekannt gewordenen Amerikaners lasse sich auch auf Rinder übertragen. Zunutze macht man sich dabei den Herdentrieb. Langsam wird Vertrauen aufgebaut und das Tier an das Halfter herangeführt, ohne Stress aufzubauen oder körperlichen Druck auszuüben. Schlussendlich lässt sich das Rind problemlos am Strick führen, reagiert bereits auf sachtes Zupfen. „Ich bin wirklich begeistert, wie gut die Methode funktioniert“, sagt Michael Kuhn. Der Zeitaufwand sei überschaubar, schon eine halbe Stunde reiche, um das Tier so weit zu haben, dass es sich am Halfter führen lässt.  In täglichen Übungen wurden die Färsen danach auf die zu erwartende unruhige Umgebung auf der Grünen Woche und bei der Bundesschau vorbereitet. „Dazu gehört, dass man sie zum Beispiel an für sie unbekannten Maschinen vorbeiführt oder an Gruppen von Menschen“, sagt der LVG-Mitarbeiter.

Neben Fleckvieh und Limousin sind Angusrinder die dritte im LVG vertretene Fleischrindrasse. Derzeit hält der Betrieb 30 Angus-Mutterkühe und deren Nachzucht. Die Tiere werden fast ausschließlich als Zuchttiere vermarktet.

 

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