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  • 2018.27.07.

Meisterbrief für LVG-Mitarbeiter

Meisterbrief ©

Zum erfolgreichen Abschneiden gratulierten in Dresden nach der Meisterbriefübergabe auch Betriebsleiter Ondrej Kunze (l.) und der Abteilungsleiter Landwirtschaft im Landesamt, Dr. Uwe Bergfeld.

Als kürzlich in Dresden 18 junge Landwirte ihre Meisterbriefe aus den Händen des Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, entgegennahmen, gab es auch für Ondrej Kunze, den Leiter des Lehr- und Versuchsgutes (LVG) Köllitsch, einen Grund, stolz zu sein. Und das nicht nur, weil unter den frischgebackenen Meistern ein Mitarbeiter des LVG war: Christian Brunzlow, im Bereich Feldbau in Köllitsch beschäftigt, ist mit einem Durchschnitt von 1,8 auch noch der beste Absolvent des 2018er Landwirtschaftsmeister-Jahrgangs in Sachsen!

Der junge Mann (28) hat in der Agrargenossenschaft Doberschütz seinen Beruf erlernt und ist seit 2013 im LVG beschäftigt. Zum Erwerb des Meisterabschlusses hatte er sich aus eigenem Antrieb entschieden. „Meine Ausbildung zum Staatlich geprüften Wirtschafter für Landwirtschaft an der Fachschule Döbeln konnte ich 2016 als Klassenbester abschließen“, erzählt er. Darauf wollte er aufbauen und mit dem Meister den höchsten Abschluss der dualen Berufsausbildung erreichen. „Die Wirtschafterausbildung ist sehr umfassend, man bekommt da viel vermittelt“, so Christian Brunzlow. Dennoch habe er noch mehr lernen wollen, insbesondere im Bereich Betriebswirtschaft, ein Themenfeld, das ihn sehr interessiere.

In zwei Winterhalbjahren mit wöchentlich ein bis zwei Unterrichtstagen wurde der Köllitscher Landwirt auf die Meisterprüfung vorbereitet. Mit den Aufgaben im Betrieb ließ sich das gut vereinbaren. „Dafür, dass die Familie manchmal etwas zurückstecken musste, hatte meine Frau Verständnis“, sagt der junge Landwirtschaftsmeister, der demnächst zum zweiten Mal Vater wird.

Fachlich habe ihm die Meisterausbildung viel gegeben. „Das Schöne ist, dass man dabei auch andere Betriebe kennenlernt, über den Tellerrand schauen und Anregungen für die eigene Arbeit im Betrieb mitnehmen kann“, blickt er zurück. Einen gezielten Blick auf den eigenen Betrieb warf er in seiner Meisterarbeit, in der es um eine betriebswirtschaftliche Analyse und Vergleich von Trocknungsverfahren für das im LVG Köllitsch in der Fütterung eingesetzte Luzernetrockengrün ging. Bislang wird die Luzerne mit hohem Aufwand an Zeit und Wegstrecke in ein Trockenwerk gebracht. „Da ist es sinnvoll, über die Anschaffung einer Trocknungsanlage vor Ort nachzudenken“, macht er deutlich.

Sein gutes Abschneiden in der Meisterprüfung erklärt sich Christian Brunzlow mit einem schlichten Grund: Er habe eben viel Interesse mitgebracht. „Man muss sich das auch alles selbst aneignen, das Wissen mit aus der Schule nehmen“, sagt er. Das gehe eben nur mit Interesse und Ehrgeiz. Guter Lehrer bedürfe es indes auch, meint der junge Landwirtschaftsmeister mit Blick auf eine sehr engagierte Lehrerin in Döbeln, Anette Rindfleisch.

Themen: Meisterbrief
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